Kompromiss in Schweiz

Mobilfunker entkommen 72-Stunden-Notstrompflicht

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27.06.2025 07:22
Porträt von krone.at
Von krone.at

Sieg für die Schweizer Mobilfunkanbieter: Die Forderung des Bundesrats nach einer Notstromversorgung von 72 Stunden für Handyantennen ist vom Tisch. Dies haben die Chefs von Swisscom, Sunrise und Salt an einem „runden Tisch“ mit Bundesrat Albert Rösti erreicht. Allerdings kommt eine Verlängerung der Notstromversorgung von einer Stunde auf vier Stunden auf sie zu.

Der Bundesrat will, dass die Schweizer Mobilfunknetze auch nach einem großen Stromausfall funktionieren. Deshalb wollte der Bund ursprünglich die Telekomfirmen an ihren mehr als 9000 Antennenstandorten für den Notfall zur Installation von Batterien und Dieselgeneratoren verpflichten. So sollten Swisscom, Sunrise und Salt bei Störungen der Stromversorgung bestimmte Fernmeldedienste bis zu 72 Stunden ununterbrochen aufrechterhalten müssen. Der Bund bezifferte die jährlichen Kosten für die Telekomanbieter auf umgerechnet rund 155 Millionen Euro.

Sorge vor Milliardenschäden bei Ausfall des Handynetzes
Die Regierung argumentierte, dass bei einem Ausfall des Mobilfunknetzes im Einzelfall ein enormer Schaden von geschätzt über 17 Milliarden Euro entstehen könnte: Notrufe könnten ausfallen, Tote und Verletzte sowie Sicherheitsprobleme wären die Folge, und manche Firmen könnten nicht mehr richtig arbeiten.

Die Branche lehnte den Vorschlag vehement ab. Die jetzige Lösung mit einer Ausweitung der Notstromversorgung auf vier Stunden sei mit der Installation von neuesten Batterietechnologien an den Handyantennen dagegen machbar, erklärte ein Swisscom-Sprecher auf Anfrage. Die Aufrüstung werde über die nächsten fünf Jahre erfolgen.

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