Wie die Anreize helfen

„Aufschieber“ Stocker belohnt Arbeiten im Alter

Innenpolitik
19.04.2026 09:00

Aktuell arbeiten in Österreich 150.000 Menschen über das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaus. Einer davon sitzt im Bundeskanzleramt am Wiener Ballhausplatz, heißt Christian Stocker und ist Bundeskanzler. Durch neue Anreize ab 2027 will seine Regierung die Zahl der Fleißigen im Alter weiter erhöhen.

Seit etwas mehr als 13 Monaten ist Christian Stocker Bundeskanzler. Ein Amt, das er bekanntlich überraschend übernahm. Und ein Amt, das er übernahm, obwohl er eigentlich nicht mehr (lange) arbeiten hätte gehen müssen, da er am 20. März 65 Jahre alt wurde und – in Pension hätte gehen können. Als Chef Österreichs erster Dreierkoalition brachten Stocker und Co. jetzt – wie berichtet – das größte Entlastungspaket für arbeitende Pensionisten der Zweiten Republik auf den Weg. Seit gestern liegt das Vorhaben in Gesetzesform schriftlich vor. Mit 1. Jänner 2027 soll das Paket zur Anwendung kommen, im Jahr 2030 dann noch einmal umfassend evaluiert werden.

15.000 Euro Freibetrag pro Jahr
Neu für all jene, die im Alter weiter arbeiten wollen, ist der neue steuerliche Aktivitätsfreibetrag. Dieser soll maximal 15.000 Euro pro Kalenderjahr bzw. bis zu 1250 Euro im Monat betragen. Summen, die sich sowohl für Pensionisten, als auch für für all jene wie Stocker, die ihren Pensionsantritt aufschieben, auszahlen (siehe Grafik unten). Wichtig: Beim Zuverdienst in der Pension steht der Freibetrag nur dann zu, wenn 40 Versicherungsjahre bzw. bei Frauen 34 Versicherungsjahre erworben wurden.

(Bild: Krone KREATIV/stock.adobe.com)

Bisher mussten Arbeitnehmer, obwohl sie schon in Pension waren, Pensionsversicherungsbeiträge bezahlen. Das ändert sich jetzt: Künftig zahlt der Dienstnehmer keine Beiträge, der Arbeitgeberbeitrag ist voll zu leisten. Abgeschafft wird andererseits der besondere Höherversicherungsbeitrag für erwerbstätige Pensionsbezieher. Für Selbstständige entfällt derselbe Anteil zur Pensionsversicherung.

„Aufschieber“ Stocker sieht „Wertschätzung“
Kanzler (und Aufschieber) Stocker erklärt: „Wer sich entscheidet, auch über das gesetzliche Pensionsantrittsalter hinaus beruflich aktiv zu bleiben, wird deutlich entlastet. Das ist ein Zeichen der Wertschätzung und der Gerechtigkeit. Wer mehr leistet, muss auch mehr davon haben.“

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