Internationale Strafverfolgungsbehörden haben Dutzende Server von Cyberkriminellen abgeschaltet und Verdächtige festgenommen. Insgesamt seien 53 Domains abgeschaltet worden, hieß es von Europol.
Wie die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt (ZIT) und das deutsche Bundeskriminalamt in Wiesbaden mitteilten, fanden 16 Durchsuchungen unter anderem in Polen und Brasilien statt. Im Mittelpunkt der Operation „Power Off“ standen sogenannte Stresserdienste. Dabei werden Opfersysteme gezielt so überlastet, dass deren Inhalte zeitweise nicht erreichbar sind.
Zwei der weltweit bedeutendsten Stresserdienste wurden den Angaben zufolge abgeschaltet. Der mutmaßliche Betreiber – ein Deutscher – sitzt demnach in Thailand in Haft. In Polen wurden drei weitere mutmaßliche Tatbeteiligte festgenommen, wie es weiter hieß. „Seit Beginn der Operation ,Power Off‘ haben die beteiligten Strafverfolgungsbehörden Hinweise auf mehr als drei Millionen Nutzerkonten mit kriminellen Bezügen gewonnen“, so ZIT und BKA.
Unterstützung aus Österreich
In die koordinierte Aktion waren laut Europol insgesamt Behörden aus 21 Ländern involviert – auch das österreichische Bundeskriminalamt. Es sei Unterstützung durch das Cybercrime-Competence-Center (C4) geleistet worden, hieß es dazu vom Bundeskriminalamt. „Dezidierte operativen Maßnahmen wurden in Österreich keine gesetzt, jedoch hat das Bundeskriminalamt durch C4 zur Analyse und Bearbeitung entsprechender Datenpakete beigetragen“, teilte eine Sprecherin mit.
Da es sich bei den Tätern häufig um junge Personen handle, betonte das Bundeskriminalamt in diesem Zusammenhang ausdrücklich: „DDoS-Angriffe sind kein Kavaliersdelikt. Sie sind strafbar und werden konsequent verfolgt.“
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