Australien bringt sein geplantes Social-Media-Verbot für Jugendliche unter 16 Jahren auf Schiene. Ein entsprechender Gesetzesentwurf der Regierung wurde am Donnerstag im australischen Parlament eingebracht - und könnte bereits in der kommenden Wochen verabschiedet werden.
Das berichtete die australische Nachrichtenagentur AAP. Australien wäre demnach das weltweit erste Land, das ein Mindestalter für den Zugang zu sozialen Medien wie Facebook, Tiktok, Instagram und Snapchat einführt.
„Im Wesentlichen wollen wir, dass junge Australier eine Kindheit haben. Wir wollen, dass Eltern Seelenfrieden haben,“ sagte Premierminister Anthony Albanese während der Debatte im Parlament. „Wir wissen, dass soziale Medien sozialen Schaden anrichten.“
Tech-Konzernen drohen hohe Strafen
Das Gesetzesvorhaben wird von der Opposition unterstützt: Man werde sich „konstruktiv“ einbringen, mit dem Ziel, das Gesetz bereits nächste Woche im Parlament zu verabschieden, sagte der für Kommunikation zuständige Sprecher der Liberalen Partei, David Coleman, laut AAP.
Die Pflicht, das Mindestalter der Nutzer zu überprüfen, soll in Zukunft nicht den Eltern, sondern den Tech-Konzernen und Internetplattformen zufallen. Der Gesetzesentwurf sieht für Unternehmen, die die geplante Mindestaltersvorgabe nicht einhalten, Strafen von bis zu 49,5 Millionen Australische Dollar (rund 30,6 Millionen Euro) vor.
Dienste wie Messenger Kids, WhatsApp, Kids Helpline, Google Classroom und YouTube sind von dem Verbot ausgenommen.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.