„Größte Energiekrise“

Kerosin knapp: Europas Lager „in 6 Wochen leer“

Wirtschaft
16.04.2026 13:45
Porträt von krone.at
Von krone.at

Laut dem Chef der Internationalen Energieagentur (IEA), Fatih Birol, hat Europa nur noch für sechs Wochen Kerosin zur Verfügung. Sollten wegen des Iran-Krieges weiterhin die Öllieferungen blockiert bleiben, könnte es zu Flugausfällen kommen.

Dem IEA-Direktor schwant Böses. Die Unterbrechung der Lieferungen von Öl, Gas und anderen lebenswichtigen Gütern durch die Straße von Hormuz habe die „größte Energiekrise, die wir je erlebt haben“ ausgelöst, erzählte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur „Associated Press“.

„Früher gab es eine Gruppe namens ,Dire Straits‘. Jetzt ist es eine wirklich gefährliche Straße, und sie wird gravierende Folgen für die Weltwirtschaft haben. Je länger sie andauert, desto schlimmer wird es für das Wirtschaftswachstum und die Inflation weltweit sein“, warnte Birol.

IEA-Direktor Fatih Birol
IEA-Direktor Fatih Birol(Bild: AP/Michel Euler)

Preisanstieg bei Benzin, Gas und Strom
Infolge würden die Preise von Benzin, Gas und Strom nach oben schnellen, wobei diese Entwicklung einige Teile der Welt stärker treffen würde als andere. „Die asiatischen Länder, die auf Energie aus dem Nahen Osten angewiesen sind, stehen an vorderster Front“, so der Experte. Dazu zählten Japan, Korea, Indien, China, Pakistan und Bangladesch.

„Dann wird es Europa und Amerika erreichen“, zeigte er sich sicher. Sollte die Straße von Hormuz nicht bald geöffnet werden, erwartet der IEA-Direktor für Europa schmerzhafte Konsequenzen: „Ich kann Ihnen schon bald sagen, dass wir aufgrund von Treibstoffmangel möglicherweise einige Flüge zwischen Stadt A und Stadt B ausfallen lassen müssen.“

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