Bei einer Cyber-Abwehrübung proben zahlreiche NATO-Länder und andere Partnerstaaten in Estland den Ernstfall für einen Angriff aus dem Netz.
Bei dem virtuellen Manöver sollen Teams aus 38 Nationen vier Tage lang reale Computersysteme vor Echtzeitangriffen schützen und taktisches und strategisches Entscheiden in kritischen Situationen üben, wie das NATO-Kompetenzzentrum zur Abwehr von Internetangriffen in Tallinn mitteilte. Die Rede war von mehr als 3.000 Teilnehmern.
Mit dieser fordernden Übung stärken wir unsere Fähigkeiten in der Cyberverteidigung, um beispielsweise Ausfälle von Militärnetzen oder öffentlichen Netze in Krisensituationen zu verhindern“, sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bei ihrem Besuch.
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner
„Die Gefahren der heutigen Zeit zeigen, dass Österreich sich auf subkonventionelle Angriffe und Bedrohungen, also zum Beispiel Cyberangriffe von außen, vorbereiten muss. ‚Locked Shields’ ist eine der größten Cyberübungen weltweit. Auch heuer nimmt unser Österreichisches Bundesheer wieder teil, um digitale Bedrohungen, wie durch Desinformationskampagnen oder Angriffe auf IKT-Systeme, abzuwehren, damit Kommunikationswege, wie 5G-Netze oder Satellitenkommunikation aufrechterhalten bleiben. Mit dieser fordernden Übung stärken wir unsere Fähigkeiten in der Cyberverteidigung, um beispielsweise Ausfälle von Militärnetzen oder öffentlichen Netze in Krisensituationen zu verhindern“, sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bei ihrem Besuch.
Die Übung findet seit 2010 jährlich statt. Estland ist seit 2008 Standort des NATO-Zentrums, das eine Art militärische Denkfabrik außerhalb der Kommandostruktur des westlichen Militärbündnisses ist. Es wurde 2007 nach einer flächendeckenden Cyberattacke auf den an Russland grenzenden baltischen EU- und NATO-Staat gegründet.
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