Barbie-Fans reißen sich derzeit um ein Angebot beim Diskonter Hofer: Eine streng limitierte Mattel-Puppe mit Marken-Branding und Einkaufszubehör wird seit Dienstag um unschlagbare 14,99 Euro verkauft. Und während die Stückzahl der verfügbaren Puppen in den Märkten rasant sinkt, steigen die Preise für die Barbie im Netz in absurde Höhen.
Clever oder dreist? Wie so oft bei limitierten Produkten haben auch beim erst seit Dienstag in Österreichs Hofer-Filialen erhältlichen Barbie-Puppen sogenannte Scalper schnell zugeschlagen.
So landeten die Barbies, die auch noch am Mittwoch zumindest in vereinzelten Filialen um 14,99 Euro erhältlich waren, bereits auf Verkaufsplattformen wie Willhaben und Vinted. Dort werden die limitierten Barbies aber nicht um den Hofer-Preis, sondern weit teurer verkauft.
Scalper kaufen stark begehrte oder limitierte Produkte gezielt auf, um sie anschließend deutlich teurer weiterzuverkaufen.
Sie profitieren von künstlicher Verknappung, hoher Nachfrage und dem Hype rund um ein Produkt.
Besonders häufig sind Scalper bei limitierten Sammlerstücken, Sneakern, Konsolen oder Tickets anzutreffen.
Am Mittwochnachmittag lag das billigste Angebot bei 29 Euro – und damit bei einem beinahe doppelt so hohen Preis wie der ursprüngliche. Aber es geht noch weit teurer: Einige Anbieter stellten die Barbie für über 100 Euro auf die Verkaufsplattformen.
„Moralisch sehr fragwürdig“
Während sich Reseller über das lukrative Geschäft freuen, zeigt sich die Wiener Influencerin und Kindergartenpädagogin Juliane Jakubek über die Geschäftemacherei erbost: „Ich finde es nicht in Ordnung, wenn Menschen gezielt größere Mengen eines begehrten Spielzeuges kaufen, um es unmittelbar danach für ein Vielfaches des ursprünglichen Preises weiterzuverkaufen. Auf Kosten von Familien ein Geschäft zu machen, finde ich moralisch sehr fragwürdig.“
Auf ihrem Instagram-Account macht die Influencerin nun auf das Problem aufmerksam und sieht auch die Händler in der Verantwortung: „Bei absehbar stark nachgefragten Kinderspielzeugen sollte ausreichend Ware zur Verfügung stehen.“
Kinder sollten bei Spielsachen Vorrang vor dem Profitgedanken haben. Man muss nicht aus allem ein Geschäft machen.
Kindergartenpädagogin und Influencerin Juliane Jakubek
Letztlich entscheiden natürlich die Käufer selbst, welchen Preise sie bereit sind, zu zahlen. Darum appelliert Jakubek an Endkunden: „Kauft solches überteuertes Spielzeug nicht.“
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