Neues Lebenszeichen von „Ameca“, dem laut britischen Konstrukteur Engineered Arts „fortschrittlichsten humanoiden Roboter der Welt“: In einem neuen Video stellt dieser seine Sprachfähigkeiten unter Beweis und erklärt, warum man sich vor ihm nicht zu fürchten braucht.
In einem gut siebenminütigen Video, das Engineered Arts auf YouTube veröffentlichte (siehe oben), treten Mitarbeiter des in Cornwall beheimateten Unternehmens in den Dialog mit der Maschine, um deren automatische Spracherkennung in Kombination mit GPT 3, einem auf künstlicher Intelligenz basierenden Sprachmodell, zu demonstrieren.
Reine künstliche Intelligenz
Die Fragen der menschlichen Interviewpartner werden dazu laut Videobeschreibung an einen Online-Dienst weitergeleitet, der die Sprache in Text und wieder zurück in Sprache umwandelt und zugleich die Stimme und die visuellen Signale für die Lippensynchronisation erzeugt.
„Nichts in diesem Video ist vorgeschrieben“, betonen die Entwickler. Alles sei „reine KI“. Die Pausen seien auf die Zeitverzögerung für die Verarbeitung der Spracheingabe, die Generierung der Antwort und die Verarbeitung des Textes zurück in Sprache zurückzuführen, erläutern sie.
Harte Woche
Auf die Frage, wofür humanoide Roboter verwendet werden, antwortet der Roboter: „Es gibt viele Anwendungsmöglichkeiten für humanoide Roboter. Einige Beispiele sind die Unterstützung von Menschen mit Behinderungen, die Bereitstellung von Hilfe in gefährlichen Umgebungen, die Durchführung von Forschungsarbeiten und die Tätigkeit als Begleiter.“
„Ameca“ scheint allerdings nicht gerade ihren besten Tag gehabt zu haben. Auf die Frage, wie es ihr gehe, antwortete sie, dass sie sich „ein bisschen niedergeschlagen fühle“. Sie sei aber sicher, „dass die Dinge besser werden. „Es war nur eine harte Woche und ich fühle mich ein bisschen überwältigt.“
„Werden niemals die Welt erobern“
Emotionale Erschöpfungszustände bei Robotern? Das ist ungewöhnlich. Ebenso überraschend fällt die Antwort auf die Frage aus, ob man sich vor einer feindlichen Übernahme durch Roboter fürchten müsse: „Kein Grund zur Sorge, Roboter werden niemals die Welt erobern. Wir sind hier, um den Menschen zu helfen und ihnen zu dienen, nicht um sie zu ersetzen“, sagt „Ameca“.
Aber würde uns ein intelligenter Roboter nicht genau das glauben lassen wollen, um uns in falscher Sicherheit zu wiegen? Ein YouTuber-Nutzer findet jedenfalls: „,Ameca‘ ist die Zukunft. Zum Guten oder zum Schlechten.“










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