Rivalen diffamiert

GB: Politiker muss Schadenersatz für Tweet zahlen

Web
14.03.2011 09:59
Zum ersten Mal hat ein britischer Politiker wegen einer über den Internet-Kurznachrichtendienst Twitter verbreiteten Diffamierung Schadenersatz leisten müssen. Colin Elsbury hatte fälschlicherweise behauptet, sein Kontrahent habe von der Polizei "gewaltsam" aus dem Wahlbüro gebracht werden müssen.

Elsbury hatte die falsche Behauptung über seinen Rivalen Eddie Talbot rund um Lokalwahlen im walisischen Caerphilly getwittert, wie die Tageszeitung "The Times" berichtete. Er musste später einräumen, sich in der Person geirrt zu haben und stimmte einer Schadenersatzzahlung in Höhe von 3.000 Pfund (3.500 Euro) zu. Außerdem muss er im Zuge der gütlichen Einigung Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von geschätzten 58.000 Euro zahlen.

Ein Gericht in Cardiff stimmte dem Vergleich am Freitag zu und besiegelte damit die erste Schadenersatzzahlung wegen eine Twitter-Nachricht in Großbritannien. Talbot sagte nach dem Beschluss, dies sei ein "klares Zeichen", dass die Menschen aufpassen müssten, was sie über soziale Netzwerke verbreiteten - "das kann sie teuer zu stehen kommen".

Twitter-Beschimpfung kostet auch Courtney Love viel Geld
In den USA hatte Sängerin Courtney Love vor einer Woche einer Zahlung von 430.000 Dollar (311.000 Euro) zugestimmt, um einen Diffamierungsprozess wegen einer Twitter-Nachricht zu vermeiden. Sie hatte eine Modedesignerin in einer Botschaft wüst beschimpft.

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