Damit hat er nicht gerechnet. Nach 16 Jahren ist Schluss und Sportwagenhändler Heribert Kasper muss sein Zuhause im Hotel räumen. Was einst als Übergang gedacht war, wurde zum Dauerzustand. Jetzt braucht „Mr. Ferrari“ schnell eine neue Bleibe.
Nach Einbrüchen in sein früheres Zuhause zog Heribert Kasper Ende 2009 ins Hotel. Eigentlich war dieser Schritt nur als Übergangslösung gedacht, so lange, wie es eben dauert, eine neue Wohnung zu finden. Doch aus dem Provisorium wurde ein Lebensstil und so wohnte der „Mr. Ferrari“ zehn Jahre lang im „Austria Trend Hotel Bosei“ und danach fast sechs Jahre im „Arion City Hotel“ am Wienerberg.
An Rezeption statt Vorzimmer und Zimmerkarte statt Haustürschlüssel hatte sich der 72-Jährige längst gewöhnt. „Ich bin ein richtiger Hotelmensch“ geworden, erzählte er der „Krone“.
Jetzt ist Schluss
Doch jetzt ist dieses Kapitel (vorerst) zu Ende. Nachdem ein neuer Eigentümer die Liegenschaft übernommen hat, wird umgebaut und renoviert. Alle Bewohner müssen ausziehen, somit natürlich auch Kasper.
Bis 30. Juni hat er Zeit, eine neue Bleibe zu finden. Nicht mehr lange, doch die aktuelle ist nun sowieso etwas einsam: „Seit Freitag wohne ich alleine im Hotel, welches 142 Zimmer besitzt. So ruhig war es noch nie. Es ist etwas unheimlich, wirklich komisch und außergewöhnlich“, erzählte der Sportwagenhändler der „Krone“.
Für Kasper ist es ein Abschied mit Wehmut. Bleibt zu hoffen, dass sich vielleicht jemand findet, der sagt: „Ein Zimmer für Heribert hätte ich schon noch frei!“
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