Helfen KI-Jesusbilder?

US-Amerikaner halten Trump nicht für religiös

Außenpolitik
17.04.2026 15:20
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nur etwa jede vierte befragte Person (24 Prozent) in den USA sieht ihren Präsidenten Donald Trump als „einigermaßen“ religiös an. Sieben von zehn halten ihn hingegen für nicht besonders oder überhaupt nicht religiös. Die Umfrage wurde noch kurz vor Trumps Verbalattacken gegen Papst Leo XIV. und die KI-generierten Bilder als Jesus beziehungsweise Heiland durchgeführt.

Möglicherweise würde das Ergebnis jetzt anders aussehen. Wie das Washingtoner Pew Research Center am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, stuften lediglich fünf Prozent der Befragten den Präsidenten als „sehr religiös“ ein. Unter seinen Unterstützerinnen und Unterstützern ist der Wert mit acht Prozent etwas höher. Dennoch gaben 43 Prozent der Anhängerinnen und Anhänger der republikanischen Partei an, dass Trump sich für ihre Glaubensinteressen einsetze. Bei den weißen Evangelikalen sind es 49 Prozent, unter den Katholikinnen und Katholiken vertreten nur 24 Prozent diese Einschätzung.

Die Befragung wurde vom 6. bis 12. April unter knapp 3600 volljährigen US-Amerikanerinnen und -amerikanern durchgeführt. Wie berichtet, hat Trump am Sonntagabend ein Bild veröffentlicht, das ihn als Jesus zeigt - kurz nach einem Disput mit Papst Leo XIV. Auf diesem Bild waren unter anderem auch ein Soldat, eine Krankenschwester, die US-Flagge, die Freiheitsstatue und ein Adler als Wappentier der Vereinigten Staaten zu sehen. Inzwischen ist der entsprechende Beitrag samt Foto gelöscht. Trump erklärte später, er sei als „Arzt“ zu sehen gewesen.

Papst will sich nicht einschüchtern lassen
Wenige Tage später folgte das nächste Bild mit religiösem Motiv. Dieses zeigt den Republikaner gemeinsam mit Jesus Christus in einer Umarmung. Er finde „das recht nett“, kommentierte der US-Präsident und legte somit nach der massiven Kritik an dem ersten Bild gleich nach.

Der Papst hatte am Sonntag bei einem Friedensgebet ein Ende von Kriegen gefordert, unter anderem auch im Iran, den die USA gemeinsam mit Israel angreifen. Der erste US-Amerikaner als Oberhaupt der katholischen Kirche machte deutlich, dass er sich nicht vom Weißen Haus einschüchtern lassen wolle. „Kriegsherren“ würden für immer Leben zerstören, Milliarden von Dollar für Tod und Verwüstung nutzen, dem Land Ressourcen rauben und die Gewinne in Waffen investieren, sagte Leo XIV.

Hier sehen Sie das Bild, das Trump gepostet hat:

Verweis auf Glaube in Kriegszeiten
Trump nutzt laut dem Historiker John Fea im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg zunehmend christliche Rhetorik. Zwar hätten US-Regierungen in Kriegszeiten oft auf den christlichen Glauben verwiesen, die aktuelle Regierung hebe sich jedoch durch ihre unmissverständliche Sprache ab. Erst am Donnerstag hat US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kritische Journalistinnen und Journalisten mit Feinden Jesu verglichen. Deren verhärtete Herzen seien nur darauf ausgerichtet, alles Negative zu suchen und gute Taten anzufechten.

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