George Russell würde ein Aussteigen von Max Verstappen aus der Motorsport-Königsklasse bedauern. Der Brite betonte in einer digitalen Medienrunde von Mercedes zwar, dass die Formel 1 größer als jeder Fahrer sei. Russell, der sich in den vergangenen Jahren öfter unerbittliche Duelle auf und auch außerhalb der Strecke mit dem vierfachen Weltmeister geliefert hatte, sagte auch: „Du willst Max nicht verlieren, denn wir fahren alle gern gegen ihn, das gehört zur Formel 1.“
Verstappen grantelt derzeit vor allem wegen der massiven Regeländerungen, die nicht den Renn-Vorstellungen des Niederländers entsprechen. Die Fahrer müssen dabei unter anderem vom Gas gehen, um Energie für die Batterie zu gewinnen. Zudem kommt der neue Red Bull noch nicht in Fahrt. Verstappen holte aus den ersten drei Rennen nur 12 Punkte, Russell dagegen 63. WM-Führender ist Russells 19 Jahre alter Mercedes-Kollege Kimi Antonelli aus Italien mit 72 Zählern.
„Dann würde ich wahrscheinlich das Gleiche sagen wie Max“
Verstappen unternimmt vorher am kommenden F1-freien Wochenende wieder einen Ausflug auf den Nürburgring. Er testet auf dem legendären Kurs in der Eifel noch einmal für den 24-Stunden-Klassiker im Mai – zudem sammelt er dort den Fahrspaß, den er in der Formel 1 aktuell vermisst.
Russell: „Er hat jetzt vier Titel gewonnen, und es gibt nicht allzu viel mehr, dass er in der Formel 1 erreichen kann. Er könnte noch einige Rekorde jagen, aber es kann auch gut sein, dass er sich sagt – jetzt will ich etwas machen, das mir wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert.“
„Ich kann gut verstehen, wieso es ihm so viel Spaß macht, mit einem GT3-Auto um die Nordschleife zu wetzen. Ich habe auf dieser legendären Bahn sicher Hunderte Runden zurückgelegt, im Rennsimulator, und klar würde auch ich gerne im Sportwagen dort auf die Bahn gehen. Aber mein Ziel heute besteht darin, Formel-1-Weltmeister zu werden. Hätte ich schon vier Titel, würde ich wahrscheinlich das Gleiche sagen wie Max“, so Russell. „Er ist in einem anderen Abschnitt seiner Karriere. Wenn er geht, dann ist das nachvollziehbar. Wenn er bleibt, dann ist das auch nachvollziehbar.“
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