Vor allem Twitter machte seinem Ruf als Turbo für Nachrichten und Gerüchte alle Ehre. Erste Meldungen über die Schockwellen kursierten binnen weniger Minuten, danach gingen Eilmeldungen, Augenzeugenberichte und Gebete für die Betroffenen im Sekundentakt um die Welt.
Auch, als das Telefonnetz tot war: "Das einzige, was zu funktionieren scheint, ist Twitter", schrieb ein Autor der englischsprachigen Website "Timeout Tokyo" rund eine halbe Stunde nach dem Beginn des Bebens. Die vielen unbestätigten Berichte ließen Schlimmes erahnen.
Live-Streams aus Japan im Internet
Das Internet sorgte dafür, dass Erdbeben und Tsunami in kürzester Zeit zu einem Informationsereignis globalen Ausmaßes wurden. Zu den TV-Bildern gesellten sich Live-Streams japanischer wie internationaler Fernsehsender, die Bilder von brennenden Fabriken und brandenden Wellen auf den Bildschirm brachten.
YouTube-Videos dokumentieren Erlebnisse
Amateurclips auf Portalen wie YouTube dokumentierten in vielen Variationen den Horror jener, die von den Schockwellen überrascht wurden. Auf dem Kanal "CitizenTube", wo die Plattform Videos zu aktuellen Ereignissen bündelt, ist zu sehen, wie Menschen mit schwankender Kamera in der Hand aus einem Haus flüchten oder wie Supermarktregale heftig wackeln.
Onlinesuche nach Vermissten
Zahlreiche Websites sollen helfen, das Chaos zu bewältigen: Wo sind Notunterkünfte für die Gestrandeten in der Innenstadt von Tokio? Wann erreicht der Tsunami die Küste von Hawaii? Google richtete eine Personensuche ein (siehe Infobox). Nutzer können dort auf Japanisch und Englisch Suchanzeigen aufgeben oder Informationen über sich selbst hinterlassen, um besorgte Verwandte oder Freunde zu informieren.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.