20.03.2021 16:16 |

Polizei statt Badender

Rios Strände wurden erneut für Badegäste gesperrt

Polizisten statt Badende vor den Stränden von Copacabana, Ipanema und Barra da Tijuca: Wegen der dramatischen Entwicklung der Corona-Pandemie in Brasilien wurden die weltberühmten, gut besuchten Strände der Millionenmetropole Rio de Janeiro für Badegäste erneut gesperrt.

Vor den Stränden bezogen am Samstag Polizisten Stellung, wie das Nachrichtenportal G1 berichtete. Und dies aus gutem Grund: Brasilien ist nach den USA das von der Pandemie am stärksten betroffene Land der Welt. Im größten Staat Lateinamerikas wurden zuletzt über 90.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb von 24 Stunden vermeldet, pro Tag sterben rund 3000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.

„Unbeherrschbare Situation möglich“
„Dies ist die Zeit, um zu Hause zu bleiben“, sagte Bürgermeister Eduardo Paes. „Das Voranschreiten der Pandemie bringt uns in eine schwierige Lage. Entweder wir sind uns dessen bewusst und respektieren das Leben oder wir werden in den kommenden Tagen eine unbeherrschbare Situation erleben.“

Für die kommende Woche kündigte Paes weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie an.

Pandemie außer Kontrolle
Trotz der schrecklichen Entwicklung will der rechte Präsident Jair Bolsonaro die Maßnahmen einiger Bundesstaaten zur Eindämmung des Virus kippen, darunter etwa die Einschränkung der Bewegungsfreiheit. Laut einer Umfrage gaben 79 Prozent der Brasilianer an, dass die Pandemie außer Kontrolle geraten ist.

Quelle: APA

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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