Befragte in Österreich vertrauen Bundespräsident Alexander Van der Bellen mehr als den Parteichefinnen beziehungsweise Parteichefs. Das geht aus dem aktuellen APA/OGM-Vertrauensindex hervor. Demnach hat Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) das Vertrauen der Befragten am meisten verloren.
Sie büßte im Vergleich zum April deutlich an Vertrauen ein, was mit der Debatte um den Ausschluss von NEOS-Mitgründer Veit Dengler aus der Partei zu tun haben dürfte. Er hatte unter anderem im Parlament dazu aufgerufen, gegen einen Teil des Doppelbudgets zu stimmen, und die anschließende Klubsitzung aufgenommen. Nach seinem Ausschluss aus der Partei warf er den NEOS vor, „zunehmend autoritär“ geführt zu werden.
Insgesamt genießt Bundespräsident Alexander Van der Bellen das meiste Vertrauen der Befragten. Auf dem zweiten Platz landet demnach die Dritte Nationalratspräsidentin Doris Bures (SPÖ). Dahinter folgt Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ). Er ist das einzige Regierungsmitglied mit einem Plus-Saldo beim Vertrauen und verbesserte sich im Vergleich zum April. Den besten Wert unter den Parteispitzen hat Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP). Er verzeichnet aber ein Minus von fünf Punkten. Mehr Vertrauen als Stocker genießen derzeit unter anderem Wissenschafts- und Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (SPÖ), Justizministerin Anna Sporrer (SPÖ) und Wirtschaftsstaatssekretärin Elisabeth Zehetner (ÖVP).
Grünen-Chefin Leonore Gewessler liegt auf dem dritten Platz der Parteichefinnen und Parteichefs – hinter Stocker und Meinl-Reisinger. SPÖ-Chef Andreas Babler kommt knapp vor FPÖ-Obmann Herbert Kickl auf den vierten Platz. Kickl konnte im Gegensatz zu allen anderen Parteichefinnen und Parteichefs aber einen Vertrauenszuwachs verzeichnen.
Das sind die Ergebnisse des Vertrauensindexes:
Schellhorn und Rosenkranz Schlusslichter
Das ÖVP-Regierungsmitglied mit den besten Werten ist Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl mit einem Negativsaldo von minus drei. Bei den Klubobleuten führt der erstmals abgefragte schwarze Klubchef Ernst Gödl die Liste an. Das wenigste Vertrauen bringen die Befragten Deregulierungsstaatssekretär Josef Schellhorn (NEOS) entgegen. Er landete hinter Kickl und Nationalratspräsident Walter Rosenkranz auf dem letzten Platz. Babler hat die schlechtesten Werte bei den Roten.
Für den Vertrauensindex wurden 1006 repräsentativ ausgewählte Österreicherinnen und Österreicher ab 16 Jahren befragt. Die maximale Schwankungsbreite beträgt 3,1 Prozent in beide Richtungen. Der Vertrauenssaldo errechnet sich als Differenz der Prozentwerte „vertraue“ minus „vertraue nicht“.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.