Ein Massensterben von Tieren und Pflanzen, zudem ein weltweiter sogenannter Impakt-Winter, ein drastischer Wandel des Klimas: Vor 66 Millionen Jahren brachte der Einschlag eines Asteroiden das Ende der Dinosaurier und 75 Prozent aller weiteren Tier-, aber auch Pflanzenarten mit sich. Forscher haben nun herausgefunden, woher das tödliche Geschoss aus dem All stammte und woraus es bestand.
Seit 1980 weiß man, dass der Einschlag eines Asteroiden im Norden der Halbinsel Yucatán im heutigen Golf von Mexiko das Massensterben ausgelöst hatte. Der Einschlagkrater wies einen Durchmesser von 180 Kilometern auf. Der beim Einschlag aufgewirbelte Staub in der Atmosphäre führte zu einem weltweiten „Impakt-Winter“, dazu kam die Freisetzung flüchtiger Stoffe wie Schwefel und Kohlendioxid, die das Klima und die Ozeanchemie drastisch veränderten. Und damit auch den Tod von drei Vierteln der Tier- und Pflanzenwelt besiegelte.
Seither versucht man, mehr über den Himmelskörper herauszufinden. Ein internationales Team, dem Impakt-Forscher Christian Köberl von der Uni Wien angehört, hat nun herausgefunden, welche Art von Meteorit es war.
Der Ursprung des „Dino-Killers“
Diese Chondriten-Art kommt im äußersten Teil des Asteroidengürtels vor, findet sich also in Jupiternähe. „Wenn die Bahn solcher Körper gestört wird, können sie ins innere Sonnensystem abgelenkt werden und auch die Erde treffen“, so der Experte.
Älteste Objekte seit Entstehung des Sonnensystems
Der Asteroid, der die Dinosaurier und viele andere Arten auslöschte, stammt Köberl zufolge aus dem frühen Sonnensystem und „gehört zu den ältesten Objekten, die seit ihrer Entstehung unverändert übergeblieben sind, also nicht aufgeschmolzen oder thermisch umgewandelt wurden“. Darum werden sie auch als „primitive Meteorite“ bezeichnet.
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