Immer mehr Beschwerden

Warnung vor Abzocke bei Mietautos im Urlaub

Reisen & Urlaub
16.07.2026 13:26
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Urlaubssaison häufen sich die Beschwerden über Mietwagenfirmen. Angebliche Fahrzeugschäden, doppelte Verrechnungen, versteckte Zuschläge und undurchsichtige Strafgebühren: Wer für den Urlaub ein Mietauto bucht, kann unnötige Kosten mit sorgfältiger Dokumentation vermeiden.

So mietete Herr S. für fünf Tage ein Auto und erhielt anschließend eine Forderung über 260 Euro. Er sollte für einen Kratzer bezahlen, den er nachweislich nicht verursacht hatte. Das Unternehmen verwies zunächst auf seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Dort sei alles geregelt, für Rechtsmittel gebe es „keinen Raum“. Erst nach dem Einschreiten der Arbeiterkammer wurde die Forderung storniert.

Besonders häufig werden Kunden erst Tage nach der Rückgabe mit hohen Forderungen für angebliche Kratzer, starke Verschmutzungen oder ausgelöste Rauchmelder konfrontiert. Teilweise betrifft das sogar Nichtraucher.

Weitere Kostenfallen sind schlecht ausgewiesene Zuschläge für Fahrten ins Ausland. Wer das ...
Weitere Kostenfallen sind schlecht ausgewiesene Zuschläge für Fahrten ins Ausland. Wer das Fahrzeug verspätet abholt, riskiert zudem, durch sogenannte No-Show-Klauseln sowohl das Auto als auch den bereits bezahlten Betrag zu verlieren.(Bild: dikushin - stock.adobe.com)

Oftmals keinerlei Belege
Auch Strafgebühren von mehr als 100 Euro für vermeintliche Geschwindigkeitsüberschreitungen sorgen für Ärger. Oft fehlen Angaben zu Ort, Datum oder ein entsprechender Beleg.

Bei der Abholung werden Kunden außerdem häufig zusätzliche Versicherungen verkauft, obwohl sie bereits bei der Onlinebuchung eine entsprechende Absicherung abgeschlossen haben.

Tipps der Arbeiterkammer:

  • Vor der Buchung sollten Bewertungen auf verschiedenen Plattformen und bei Google verglichen werden. Eine direkte Buchung beim Mietwagenunternehmen kann transparenter sein als die Reservierung über eine Vermittlungsplattform.
  • Bei der Übernahme und Rückgabe sollte das gesamte Fahrzeug mit Fotos und Videos samt Zeitstempel dokumentiert werden. Sämtliche Vorschäden müssen im Übergabeprotokoll vermerkt sein.
  • Bei unerwarteten Abbuchungen oder Forderungen empfiehlt die Arbeiterkammer, rasch die zuständige Konsumentenberatung zu kontaktieren. Diese prüft die Forderungen kostenlos.
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