Die heftigen Unwetter, die am Freitag über Wien und Niederösterreich hinwegzogen, sorgten nicht nur für überschwemmte Straßen und stockenden Verkehr. Auch am Flughafen Wien machte das Gewitter den Verantwortlichen einen Strich durch die Rechnung – der Betrieb musste aus Sicherheitsgründen kurzzeitig eingestellt werden.
Besonders bitter traf es die Passagiere eines Flugs aus Zadar. Die Maschine war bereits sicher in Wien gelandet, doch ausgerechnet in dem Moment zog eine Gewitterzelle über den Flughafen. Statt sich auf das Wiedersehen mit ihren Angehörigen zu freuen, mussten die Reisenden weiter im Flugzeug ausharren. Aussteigen war nicht möglich.
International vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahme
Der Grund: Zwischen etwa 17.30 und 18 Uhr wurde am Flughafen ein sogenannter „Shutdown“ ausgerufen. Dabei handelt es sich um eine international vorgeschriebene Sicherheitsmaßnahme. Befindet sich eine Gewitterzelle im Umkreis von fünf Kilometern rund um den Flughafen, wird der gesamte Betrieb auf dem Vorfeld gestoppt. Weder Passagiere noch Mitarbeiter dürfen sich dort aufhalten, um sie vor der Gefahr eines Blitzschlags zu schützen.
Das bedeutet auch: Kein Aussteigen, kein Gepäckausladen, keine Flugzeugabfertigung. Peter Kleemann, Sprecher des Flughafens Wien, bestätigte gegenüber der „Krone“ den wetterbedingten Stopp: „Aufgrund der Gewitterbildung nahe des Flughafens musste es kurzzeitig aus Sicherheitsgründen zu Betriebseinschränkungen kommen.“
Bereits nach rund 20 bis 30 Minuten konnte der Betrieb wieder vollständig hochgefahren werden.
Peter Kleemann, Pressesprecher der Flughafen Wien AG
Die gute Nachricht: „Bereits nach rund 20 bis 30 Minuten konnte der Betrieb wieder vollständig hochgefahren werden“, so Kleemann.
Auch die Passagiere des Flugs aus Zadar durften schließlich das Flugzeug verlassen und ihre Reise fortsetzen.
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