14.09.2020 15:16 |

Totalumstieg bis 2030

Google will mit grünem Strom 20.000 Jobs schaffen

Google will künftig alle seine Rechenzentren und Büros mit CO2-freier Energie versorgen. Das kündigte Konzernchef Sundar Pichai am Montag in einer Videobotschaft an. „Wir werden dies erreichen, indem wir rund um die Uhr kohlenstofffreie Energie überall dort kaufen, wo wir tätig sind.“ Google werde Technologien fördern, die eine CO2-freie Versorgung ermöglichen. Damit sollen auf lange Sicht mehr als 20.000 Jobs geschaffen werden.

Außerdem werde man politische Maßnahmen unterstützen, die ein kohlenstofffreies Elektrizitätssystem schaffen werden. „Wir möchten dies bis 2030 erreichen.“ Eigenen Angaben zufolge ist Google das erste große Unternehmen weltweit, das in diesem Maßstab direkt saubere Energie kauft und deren Produktion fördert.

Google werde außerdem alle CO2-Emissionen seit seiner Gründung ausgleichen, kündigte man an. Das betrifft den Kohlenstoffdioxidausstoß in der Zeitspanne 1998 bis 2007. Seit 2007 habe man eine CO2-neutrale Bilanz. Pichai sagte, natürlich könne kein Unternehmen eine Herausforderung wie den Klimawandel allein lösen. „Deshalb setzen wir uns gleichermaßen für die Schaffung von Instrumenten und Investitionen in Technologien zur Schaffung einer kohlenstofffreien Welt ein.“

Initiative soll 20.000 Jobs schaffen
Google will dabei nicht nur in die Versorgung der eigenen Anlagen und Büros investieren, sondern auch in ausgewählten Regionen bei Zuliefererbetrieben. Dort soll eine Kapazität von fünf Gigawatt CO2-freier Energie geschaffen werden. Der Konzern will außerdem 500 Städten dabei helfen, ihre CO2-Emissionen zu reduzieren. Durch die Summe der Verpflichtungen würden bis zum Jahr 2025 mehr als 20.000 neue Arbeitsplätze in sauberer Energie und den damit verbundenen Industrien in den USA und auf der ganzen Welt geschaffen werden, prognostiziert Google.

Der deutsche Digitalverband Bitkom hatte jüngst darauf hingewiesen, dass die Klimabilanz des Streamings und anderer Cloud-Anwendungen maßgeblich von der Stromquelle abhänge. „Streaming hat einen umso geringeren Klimaeffekt, je nachhaltiger und ökologischer der Energiemix ist“, sagte Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. So sei die Stromerzeugung aus Sonne und Wind nahezu CO2-neutral - im Gegensatz zu der aus Kohle und Gas. „Der CO2-Ausstoß von einer Stunde Streaming ist im polnischen Energiemix etwa 50 Mal höher als in Schweden“, betonte Rohleder. Denn in Polen stamme die Energie zum großen Teil aus fossilen Quellen.

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