Es gibt Tage, an denen man am Rechtsstaat zweifeln möchte. Kater „Schmotzer“ wurde auf grausame Weise getötet – und jene, die lachend dabei waren, gingen frei. Dieses Urteil macht mich noch immer fassungslos. Es hinterlässt das bittere Gefühl, dass ein Tierleben nichts zählt.
Doch Tierärztekammer und Tierschützer geben nicht auf. Sie fordern, den Fall neu zu prüfen und ein Verwaltungsstrafverfahren einzuleiten. Vielleicht wird „Schmotzer“ damit zur Galionsfigur für eine Veränderung die längst überfällig ist. Vielleicht sorgt sein entsetzlicher Tod dafür, dass der Schutz von Tieren ernster genommen wird, und dass Richter künftig Tierquälerei nicht als Kavaliersdelikt abtun.
Hoffnung macht da ein kürzlich getroffenes Urteil! Erstmals wurde ein Käufer eines Hundes mit deutlich erkennbaren Qualzuchtmerkmalen mit 1.000 Euro bestraft. Ein absoluter Erfolg! Denn solange Menschen solche Hunde kaufen, werden sie nachproduziert. Solange Menschen bereit sind, für Tiere mit extrem verkürzten Schnauzen, deformierten Körpern oder anderen zuchtbedingten Leiden Geld zu bezahlen, wird dieses Elend kein Ende nehmen.
Ich kann nicht nachvollziehen, dass man für einen Hund tief in die Tasche greift, der schon im Ruhezustand röchelt wie ein alter Rasenmäher, dessen Augen beinahe aus dem Kopf fallen und der so deformiert ist, dass er sich nicht einmal selbst den Hintern putzen kann – etwas, das jeder gesunde Hund mit größter Selbstverständlichkeit erledigt! Und es ist wichtig, dass Tierleid vor Gericht kommt.
Ihre Maggie Entenfellner
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