Die jüngsten Konjunkturdaten signalisieren für die Schweiz und auch für Deutschland spürbares Wirtschaftswachstum, während in Österreich noch Stagnation herrscht.
Woran liegt das, ist der Standort Österreich so stark zurückgefallen? Ja, da ist leider schon was dran.
Wenn ein Investor derzeit die Arbeitskosten je Stunde in Europa vergleicht, dann wird er andere Länder reizvoller finden als Österreich. Warum? Die Arbeitskosten je Stunde liegen bei uns in der Industrie mit 51,3 Euro an dritthöchster Stelle. In vielen Ländern sind diese Kosten erheblich günstiger. In der Slowakei betragen sie z.B. 19,30 Euro, in Polen 17,10 Euro, in Ungarn 15,6 Euro, in Rumänien 12 Euro und in Bulgarien 10,20 Euro.
Da sind wir chancenlos? Eigentlich nicht, wir haben zum Beispiel besser ausgebildete Fachkräfte. Stimmt, aber leider auch andere Nachteile: Unsere Energiekosten sind deutlich höher als im EU-Schnitt und bei den Steuern und Abgaben liegen wir leider ziemlich an der Spitze. Nirgendwo sonst werden Bürger und Wirtschaft so vom Staat ausgesackelt wie bei uns.
Wo in manchen Ländern private Projekte brillieren, ist bei uns der Staat dominierend geworden. Billiger und besser ist es dadurch nicht geworden.
Statt einer politischen Schlammschlacht wäre uns mit einem Stufenplan geholfen, wo eine Schwäche nach der anderen beseitigt wird. Das wäre machbar, siehe das Beispiel der Schweiz ...
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