15.03.2007 16:51 |

Haifischrenner

Der RoadRazer will nur eines: rasen

Dieses Ding heißt RoadRazer und ist vor allem eines: sauschnell! Die Haifischflosse auf dieser Mischung aus Formel-Auto und Seifenkiste könnte glatt auch als Horn auf diesem teuflischen Gerät durchgehen. Darunter stecken 180 PS, die den orangen Blitz in drei Sekunden auf 100 katapultiert. Kein Wunder bei 300 Kilogramm Trockengewicht…

Der Motor stammt aus der legendären Speed-Waffe Suzuki Hayabusa und hat gerade mal 1.300 Kubikzentimeter, für den Vierradeinsatz wurde er auf Trockensumpfschmierung umgebaut. Er sitzt in einem Chassis wie in einem Formel-1-Auto, Fahrer und (dahinter) Beifahrer nehmen in einem Kohlefaser-/Aluminium-Monocoque Platz. Dabei zwängt der Passagier seine Beine links und rechts am Fahrer vorbei. 

Der Schwerpunkt sitzt tief und sorgt für hohe Kurvengeschwindigkeiten, gerade mal acht Zentimeter über dem Boden sitzt der Popometer. Die dänischen Hersteller sehen den RoadRazer als Körpererweiterung, so hauteng sitzt dieser Anzug. „Ein Auto zum Anziehen.“ Kohlefaser und Leichtmetall sorgen für kaum vorhandenes Gewicht, unter dem aerodynamisch ausgeklügelten Kleid (die Seitenkästen sorgen für Abtrieb) befindet sich ein stabiler Überrollbügel – für den Fall des Falles. Die Bedienung funktioniert wie in der Formel 1: Das Lenkrad ist abnehmbar, das sequentielle Sechsganggetriebe wird über Lenkrad-Paddles geschaltet, alle Instrumente befinden sich am Lenkrad. 

In Großbritannien ist der RoadRazer sogar für die Straße zugelassen, hierzulande dürfte es gewisse Überredungskünste brauchen, um statt auf dem A1-Ring auf der A1 fahren zu dürfen. Zu bestellen ist dieser rasende Haifisch in Dänemark, 50.000 Euro kostet er; als Bausatz kommt er billiger. Probefahrten sind kostenlos…

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