Entscheidung im Juni

Ryanair-Verbindung ab Linz hängt noch in der Luft

Oberösterreich
27.05.2026 06:59

Michael O’Leary, Chef der Billigfluglinie Ryanair, wettert weiter gegen die heimische Flugabgabe und warnt, dass sich der Flugverkehr in günstigere Nachbarländer wie die Slowakei verlagern könnte. Eine Entscheidung für Linz wird erst nach einer Nationalratssitzung Mitte Juni erwartet. 

Fluglinien machen ihrem Unmut über die hohen Kosten für den Flugverkehr in Österreich Luft. Ganz besonders Ryanair-Chef Michael O’Leary stört sich an der Zwölf-Euro-Luftverkehrssteuer, „überhöhten“ Flugsicherungsgebühren und hohen Flughafenentgelten in Wien. Während im April der Luftverkehr am Wiener Flughafen um acht Prozent gesunken sei, stieg er im viel günstigeren, nur eine Autostunde entfernten Bratislava um 170 Prozent an. Auch die Billigfluglinie will dort im Winter ein viertes Flugzeug stationieren, wie der Manager am Dienstag mitteilte.

Buchung noch nicht möglich
Über den Linzer Flughafen verlor O’Leary hingegen kein Wort. Flughafensprecher Ingo Hagedorn bestätigt: „Bezüglich der Linzer Ryanair-Flüge in der Wintersaison gibt es noch keine Entscheidung.“ Diese soll erst Mitte Juni fallen, nämlich nach einer Nationalratssitzung, bei der die bundesweite Flugabgabe thematisiert wird. Auffällig: Einen winterlichen Ryanair-Flug von Linz nach Alicante kann man bereits buchen, einen Flug nach London – anders als bisher – aber noch nicht. Ob das bedeutet, dass die Verbindung wackelt, ist aber noch unklar.

Sommer-Plan bleibt
Wie sich eine Einstellung des Fluges auf den Linzer Airport auswirken könnte? „Es gibt Szenarien, die wir intern durchrechnen, aber bislang ist alles Spekulation“, so der Sprecher. Der Sommer-Flugplan bleibe auf jeden Fall unverändert.

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