Mo, 21. Jänner 2019

Feinstaub

12.07.2017 06:00

Raumluft ist wie ein biochemischer Cocktail

Gasherd, Klimaanlage, Freisetzungen aus Teppichen, Möbeln und Wänden, Duftsprays, Kerzen, Pilzsporen, Mikroorganismen: all das befindet sich in den 15.000 Litern Raumluft, die wir täglich verbrauchen. Die Feinstaubbelastung ist dabei auch im Sommer oft höher als draußen, vor allem in Raucherhaushalten. Lungenerkrankungen und chronische Entzündungen der Atemwege drohen!

Wer sich direkt vor den Ventilator setzt und tief Luft holt, "jagt" sich die Kleinstpartikel geradezu in die Lunge. Gegen die meisten Bestandteile des "biochemischen Cocktails" kann man zwar wenig unternehmen. Wohl aber lässt sich die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung beeinflussen. Das ist deshalb so entscheidend, da ab 40 und mehr Prozent Feuchtigkeitssättigung große Mengen an Feinstaub an Oberflächen gebunden und damit nicht mehr eingeatmet werden, wie Fachleute berichten.

Milbenbestandteile, die für Allergiker sehr belastend sind, werden so in Schach gehalten. Eine Untersuchung belegte, dass Aufwirbelungen um das Hundertfache zunehmen, wenn die Luftfeuchtigkeit auf 10 Prozent absinkt.

Schaffen Sie sich daher ein Messgerät (Hygrometer) an, lüften Sie regelmäßig, verwenden Sie Klimaanlagen sparsam. Abhilfe bring ein Luftbefeuchter - übrigens eine sinnvolle Investition auch für die Heizperiode in der zweiten Jahreshälfte.

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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