Nicht nur stark übergewichtigen Menschen können Abnehmspritzen nützen. Bei entzündlichen Erkrankungen – etwa der Psoriasisarthritis (PsA) – steigern „Abnehmspritzen“ die Effektivität der etablierten Biologika-Therapie um bis zu 60 Prozent, wie nun neue Studiendaten zeigen. Ein Rheumatologe erklärt die Hintergründe.
Rund 50.000 Österreicher leiden an Psoriasisarthritis (PsA). Dabei handelt es sich um eine chronische Entzündung der Gelenke, die bei Menschen mit Schuppenflechte (Psoriasis) auftreten kann. Fehlgeleitete Abwehrreaktionen greifen dann nicht nur die Haut, sondern auch Gelenke und Sehnen an. Bis zu drei Viertel der PsA-Patienten sind zudem übergewichtig oder adipös.
Dort setzt eine neue Studie an, die zeigt, dass die Behandlung der Psoriasisarthritis besser wirkt, wenn man zwei Methoden kombiniert: eine moderne Therapie gegen Entzündungen und eine medikamentöse Gewichtsreduktion mithilfe von „Abnehmspritzen“.
Die Ergebnisse der neuen Studie sprechen dafür, Entzündung und Stoffwechsel ab nun gemeinsam zu behandeln.

OA Dr. Raimund Lunzer, Leiter der Rheumatologie, Barmherzige Brüder Graz, Stmk.
Bild: OA Dr. Raimund Lunzer
„Nach 36 Wochen zeigte sich bei einem Drittel der Patienten eine Besserung ihrer Gelenksymptome und eine Gewichtsreduktion von mehr als 10 Prozent. Insgesamt war die Behandlung zu 30 Prozent wirksamer“, erklärt OA Dr. Raimund Lunzer.
Der Hintergrund: „Adipositas verstärkt systemische Entzündungsprozesse und kann das Ansprechen auf Biologika vermindern. Wir sehen in den Daten einen Wendepunkt in der Behandlung der Psoriasisarthritis. Die Ergebnisse sprechen dafür, Entzündung und Stoffwechsel ab nun gemeinsam zu behandeln.“
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