Bewerbung als Chefin

Lisa Totzauer: „Der ORF muss gerettet werden!“

Medien
20.05.2026 10:32
Porträt von krone.at
Von krone.at

Lisa Totzauer ist die erste offizielle Bewerberin für den ORF-Chefsessel. Die aktuelle Magazinchefin gab am Dienstag bekannt, dass sie sich nach 2021 neuerlich für diese Position bewirbt. Am Mittwoch gab Totzauer Auskunft über ihre Bewerbung und stellte dabei klar: „Der ORF befindet sich in einer schweren Krise und muss gerettet werden. Ich weiß, was ich zu tun habe!“

„Wir durchleben derzeit viele Krisen, die uns alle betreffen. Despoten entscheiden über unser Leben“, so Totzauer beim Pressegespräch am Mittwochvormittag. In dieser Phase sei der ORF wichtig. Die öffentliche Information dürfe nicht den Tech-Giganten überlassen, sondern dafür brauche es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk.

„Ich weiß, was ich zu tun habe“
Den ORF aus dieser Krise in die Zukunft zu führen, wird „ein Kraftakt, eine Mammutaufgabe.“ Sie habe sich vor fünf Jahren schon einmal beworben und sei gescheitert. Die Herausforderungen von damals seien aber immer noch da. Der ORF müsse „gerettet werden“. „Ich bewerbe mich nicht, weil der ORF ein großes Unternehmen ist, das verwaltet werden muss, sondern weil er eine demokratische Institution ist, die gerettet werden muss.“

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„Ich weiß, was ich zu tun habe!“

Lisa Totzauer

Lisa Totzauer will Generaldirektorin des ORF werden.
Lisa Totzauer will Generaldirektorin des ORF werden.(Bild: ORF)

Zeit für Veränderung
Der Wunsch nach Veränderung sei im Haus groß und die Zeit für diese Veränderungen sei jetzt gekommen. Der ORF brauche eine Führung, die das Unternehmen versteht, fühlt und lebt.

Vor fünf Jahren kam Totzauer auf fünf von 35 Stimmen und wurde als bürgerliche Alternative zum damaligen ORF-Chef Alexander Wrabetz gehandelt. Die Mittfünfzigerin aus Wien ist seit fast 30 Jahren im öffentlich-rechtlichen Medienhaus tätig.

Der ORF sucht eine neue Führung.
Der ORF sucht eine neue Führung.(Bild: APA/HELMUT FOHRINGER)

Totzauer hat schon in mehreren Positionen im größten Medienhaus des Landes gearbeitet – u.a. als Channelmanagerin von ORF 1, wobei sie einst angesichts der Sogwirkung vieler Streamingplattformen auf vor allem junge Zielgruppen keinen leichten Job übernommen hatte. Ihr damaliges Ziel war, US-Serien zusehends aus dem Programm zu drängen und durch Eigenproduktionen zu ersetzen.

Sie war u.a. für Hauptabend-Erfolge wie „Starmania 21“ verantwortlich, fiel durch Experimente wie der Comedy-Serie „Wischen ist Macht“ oder das im Hauptabendprogramm platzierte „Walking on Sunshine“ auf. Formate wie „Fakt oder Fake“ und die Reportageleiste „Das Leben ist schön“ waren weitere Versuche, „einen humorvollen und authentischen Blick in Österreichs Lebenswelten“ zu werfen.

ORF-Wahl am 11. Juni
Die Ausschreibung für die ORF-Generaldirektion ab 2027 ist bereits Ende April veröffentlicht worden. Die Wahl findet am 11. Juni statt. Für weitere Interessenten ist aber noch bis 28. Mai Zeit, um Unterlagen einzureichen. Dabei wird davon ausgegangen, dass APA-CEO Clemens Pig die Unterstützung der Regierung hat. Pig hat noch keine offizielle Bewerbung abgegeben.

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