Frühlingsskilauf out?

Zu Saisonende hatte der Erfolgskurs einen Einbruch

Tirol
21.05.2026 13:38

Ende April hat der Tiroler Tourismus die Wintersaison abgeschlossen. Es war mit 26,9 Millionen Nächtigungen ein erfolgreiches Jahr. Doch die Monate März und April werden zunehmend zur Zitterpartie. Der klassische Frühlingsskilauf zieht nicht mehr.

Die Nächtigungsrückgänge im März (- 8,5 %) und April (- 8,3 %) waren deutlich. „Im Spätwinter sehen wir eine Veränderung beim Reiseverhalten, wodurch der klassische Winterurlaub an Boden verliert“, konstatiert Tirols Tourismus-Landesrat Mario Gerber.

Die Branche reagiert bereits, um die Gäste auch zum Saisonfinale anzusprechen. Dazu zählen Veranstaltungen wie Konzerte und Sportevents, ebenso gezielte Kampagnen. Auch werden neue Angebote forciert: etwa Skifahren und Radfahren kombinieren. „Wir müssen zudem verstärkt Zielgruppen ansprechen, welche die Schneesicherheit Tirols auch im Spätwinter zu schätzen wissen“, so Gerber.

Tourismusverbände wie Ischgl füllen mit Konzerten im Frühling noch mal die Betten. Andere ...
Tourismusverbände wie Ischgl füllen mit Konzerten im Frühling noch mal die Betten. Andere Regionen ziehen nach(Bild: TVB Paznaun – Ischgl)

Wintersaison mit Zuwächsen
Trotz rückläufiger Zahlen im März und April bilanziert die touristische Wintersaison in Tirol mit einem leichten Plus: 6,3 Millionen Gäste im Zeitraum von 1. November 2025 bis 30. April 2026 bedeuten einen leichten Zuwachs um 2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Nächtigungen sind um 1,8 Prozent auf 26,9 Millionen gestiegen. Gleich geblieben ist die durchschnittliche Aufenthaltsdauer mit 4,3 Tagen.

Mehr Gäste aus Polen, Tschechien, USA
Zu den Märkten, die selbst im März und April für ein Nächtigungsplus gesorgt haben, zählen unter anderem Polen, Tschechien oder die USA. Sie bilanzieren auch im Gesamtwinter positiv: 690.000 Übernachtungen polnischer Gäste im Zeitraum November bis April bedeuten ein Plus von 11,6 Prozent, tschechische Gäste nächtigten 610.000-mal in Tirol (+6,6%), der US-amerikanische Markt steuerte 270.000 Nächtigungen (+20,2%) bei.

Deutsche weiter führend
Ebenfalls positiv entwickelten sich in der abgelaufenen Wintersaison die Nächtigungen aus den wichtigsten Märkten: Deutschland (+1,4% auf 13,6 Millionen), Niederlande (+0,6% auf 3,9 Millionen), Österreich (+0,7% auf 1,8 Millionen) sowie Vereinigtes Königreich (+2,2% auf 1,0 Millionen).

Die Deutschen bleiben mit mehr als 50 Prozent Anteil an den Nächtigungen die wichtigste Gästegruppe in Tirol. 

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