Fr, 19. Oktober 2018

Kult-Sportler

23.03.2016 16:30

So soll Briten-Schmiede TVR wiederauferstehen

TVR ist nicht gerade der bekannteste der britischen Autobauer, Fans lieben jedoch die liebevoll gezimmerten Sportwagen wie "Vixen S4", "Cerbera" oder "Chimaera". Nach der Pleite des Unternehmens im Jahr 2012 wird es jetzt ernst mit dem Comeback. Das Foto zeigt den Entwurf des nächsten Produkts.

Fest steht, dass in Wales ein brandneues Werk aus dem Boden gestampft wird. Die Landesregierung lässt sich das 30 Millionen britische Pfund (gut 38 Millionen Euro) kosten, schließlich sollen 150 Arbeitsplätze im Werk und bei lokalen Zulieferern geschaffen werden.

Der neue TVR soll von einen von Cosworth getunten Ford-V8 hinter der Vorderachse tragen, der über ein manuelles Schaltgetriebe die Hinterachse antreibt. An der Entwicklung beteiligt ist der ehemalige Formel-1-Designer Gordon Murray, der auch für den Supersportwagen McLaren F1 bekannt ist. Die Auslieferung der ersten Exemplare soll schon 2017 starten.

Angeblich sind die ersten 100 Stück bereits ausverkauft, obwohl es bisher keinerlei konkrete Informationen über das Auto gibt. Interessenten können auf der Webseite des Unternehmens eine Anzahlung in Höhe von 5.000 Pfund (rund 6.400 Euro) leisten.

TVR war 1947 gegründet worden und machte sich ab den 1970er-Jahren einen Namen als Hersteller leichter und starker Sportwagen zu vergleichsweise günstigen Preisen. Als Antrieb wurden zunächst Sechszylindermotoren von Ford und Achtzylindertriebwerke von Rover verwendet; seit den 1990er-Jahren wurden sie zunehmend durch Eigenkonstruktionen von TVR ersetzt. Zu den bekanntesten Modellen zählt der bis zu 345 PS starke V8-Roadster Griffith, der von 1991 bis 2002 gebaut wurde. 2004 wurde das Unternehmen vom russischen Millionär Nikolai Smolenski gekauft, woraufhin der Niedergang begann. 2006 wurde die Auto-Produktion ausgesetzt, im Sommer 2012 gestoppt. 2013 wurde TVR an ein britisches Konsortium unter der Leitung des Unternehmers Les Edgar verkauft.

Einige Beispiele aus der TVR-Produktion:

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