10.01.2007 16:15 |

Erden-Guide

Google Earth 4.0

Nach langwieriger Betaphase hat Google jetzt die fertige Version von "Google Earth 4" zum kostenlosen Download bereitgestellt. Die wesentlichste Neuerung: Bei der Qualität der Satellitenbilder hat Google kräftig aufgerüstet. Hier gibt’s alles Neue rund um das beliebte Programm!

In der neuen Version gibt’s viele der vormals grauen 3-D-Gebäude erstmals mit Texturen, also originalgetreuen Oberflächenformen. Auch die Oberflächenbeschaffenheit bewohnter Landstriche bildet das Überflug-Programm nach und dehnt dabei die Satellitenbilder.

Bilder sind noch unterschiedlich neu
An den Bildern für Österreich hat sich nur in Sachen Schärfe etwas verbessert. Wien ist jetzt zur Gänze hochauflösend zu bewundern, wobei man in vielen Details veraltete Bilder bemerkt. So befindet sich vor dem Parlament in Google Earth noch eine abgesperrte Baustelle, andere Veränderungen, die jünger sind – zum Beispiel die Bauarbeiten an den Verlängerungen der U-Bahnlinien U1 und U2 – gibt’s wiederum schon zu sehen.

Deutschland ist vollständig hochauflösend
Viele Teile unseres Landes sind satellitenbildmäßig aber weiterhin unzureichend abgebildet. Unseren Nachbarn geht es da besser: Deutschland ist das erste Land, das inzwischen komplett mit hochaufgelösten Satellitenaufnahmen erschlossen wurde. Insgesamt wurde die Anzahl des hochauflösenden Bildmaterials und das der 3-D-Ansichten in der neuen Version vervierfacht!

Besseres Menü - keine Sensibelchen-Regler
Neben einer ganzen Reihe von Neuerungen hat Google auch das Interface verschlankt. Die Bedienelemente befinden sich jetzt direkt im Browserfenster und die Schieberegler für Neigung und Zoom sind weniger sensibel ausgefallen. Neue Werkzeuge sollen es Kunden oder Nutzern ermöglichen, eigene Informationen, etwa die Lage und Adresse eines Hotels oder die Menükarte eines Restaurants samt Kontaktadresse, leicht einzubinden.

Google goes Wikipedia
Mit der Software SketchUp (siehe Button oben) lassen sich auch Gebäude als 3-D-Texturen selbst gestalten. Wenn das Häuschen am Land noch nicht per Satellit erfasst wurde, kann man es bis dahin als Modell in die virtuelle Landschaft einbetten. Künftig soll Google Earth nach dem Prinzip der freien Enzyklopädie Wikipedia durch die Informationen und Beiträge aller Nutzer wachsen.

Auch für Macs und neu für Linux!
Google Earth ist inzwischen sowohl für Windows-Rechner als auch für Macs nicht nur in englischer, sondern auch in deutscher, italienischer, französischer und spanischer Sprache verfügbar. Mit Version 4.0 gibt's die Software auch erstmals für Linux-Anwender. Die Entwicklung basiert im wesentlichen auf dem Kartenmaterial und der Software des Satellitenbild-Anbieters Keyhole, den Google im Oktober 2004 übernommen hatte. Auch Microsoft bietet einen ähnlichen Dienst mit „MSN Virtual Earth“ an. Weit mehr als ein bloßes Spielzeug könnte diese Art Anwendung künftig werden.

Sonntag, 09. Mai 2021
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