Christian Högl aus der Wachau in Niederösterreich läuft für Schmetterlingskinder bis nach Frankreich. 500 betroffene Kinder gibt es derzeit in Österreich. Doch die Krankheit bleibt unheilbar.
Über dem Schloss Schönbrunn in Wien ging am frühen Dienstagmorgen die rötlich-schimmernde Sonne auf, als Christian Högl zu seiner unglaublichen Mission aufbricht. 2000 Kilometer läuft der 47-Jährige nun quer durch die Alpen bis nach Nizza in Frankreich.
Wie berichtet, wagt der Extremsportler damit den ersten Versuch, die sieben höchsten Gipfel der Alpen zu Fuß zu bewältigen – eine Herausforderung für Geist und Körper. „Aber ich möchte inspirieren, Potenziale zu entdecken und diese umzusetzen“, betont er. Ausdauersport betreibt er schon lange mit Leidenschaft, doch für dieses Projekt habe er nochmal härter trainiert – und das täglich. Schon lange stand für ihn fest, dass er mit dem Projekt Menschen karitativ unterstützen möchte.
Unheilbare Krankheit soll heilbar werden
Riesengroßes Potenzial gebe es in Österreich nämlich noch bei der Forschung rund um die „Schmetterlingskrankheit“, auch Epidermolysis Bullosa genannt. Die Spenden für den Wien-Nizza-Laufen bekommt die Organisation „Debra“, die am Dienstagmorgen dabei war. Schmetterlingskinder leiden von Geburt an an der Erkrankung. Für die Eltern folgt meist ein Leidensweg ständiger Angst vor Infektionen, finanzieller und psychischer Belastungen.
„Die Krankheit ist unheilbar, im Alltag entstehen täglich Wunden auf der Haut, die verbunden werden müssen“, erzählt Lena Riedl, die selbst davon betroffen ist, der „Krone“.
Schon 7000 Euro sind durch die Unterstützung von Högls Projekt zusammengekommen. „Debra“ versucht schon seit den 1990er-Jahren, die Lebensqualität Erkrankter zu verbessern und Heilungsmöglichkeiten zu erforschen. „In maximal 35 Tagen möchte ich die Strecke schaffen“, ist Högl vor seinem Laufstart zuversichtlich. Die Alpen, die vor ihm liegen, sieht er auch als Symbol: „Sie stehen für ein empfindliches Ökosystem, das geschützt werden muss.“
Hier gehts zum Projekt von Christian Högl Wien-Nizza sowie zur Organisation Debra
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