Das griechische Parlament hat am Donnerstag ein Gesetz zur Besteuerung von Kryptowährungen verabschiedet. Es sieht eine Kapitalertragsteuer von zehn Prozent vor. Gewinne aus Kryptowährungen von bis zu 500 Euro pro Jahr sollen jedoch steuerfrei bleiben.
Dem Gesetzesentwurf zufolge handelt es sich um den ersten umfassenden Rechtsrahmen für die Besteuerung von Krypto-Vermögenswerten in Griechenland. In den kommenden Wochen sollen weitere Bestimmungen veröffentlicht werden, die auch Transparenz- und Prüfungsregeln festlegen, sagte ein hochrangiger Vertreter des Finanzministeriums der Nachrichtenagentur Reuters.
Wie hoch die staatlichen Einnahmen aus der neuen Steuer ausfallen, lasse sich nicht prognostizieren, sagte der Ministeriumsvertreter weiter. Die große Mehrheit der Anleger nutze Plattformen im Ausland, was es erschwere, den Umfang des griechischen Kryptomarktes zu erfassen.
Abgaben in der EU zwischen 8 und 30 Prozent
Der Schritt erfolgt zu einer Zeit, in der ein Hackerangriff auf die weltgrößte Kryptobörse Binance die Branche erschüttert. Dabei entstand ein geschätzter Schaden von 6,3 Milliarden Dollar (rund 5,6 Milliarden Euro). Analysten zufolge könnte dies der größte Krypto-Diebstahl der Geschichte sein.
In der EU gibt es keine einheitliche Regelung für den Sektor. Die Abgaben auf Kryptowährungen liegen in den europäischen Ländern zwischen 8 und 30 Prozent und werden in der Regel auf Kapitalerträge erhoben.
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