Die russische Regierung hat den Verdacht zurückgewiesen, Russland könne hinter der Welle von Hackerangriffen auf Supermarkt-Kühlanlagen in mehreren europäischen Ländern stecken. „Das sind absurde Äußerungen, und wie immer sind sie durch nichts belegt“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag laut russischen Medienberichten.
In den vergangenen Tagen waren in mindestens zehn europäischen Staaten Kühl- und Gefrieranlagen von Supermärkten durch Hacker manipuliert worden. Verdorbene Ware im Wert von Hunderten Millionen Euro musste in der Folge entsorgt worden. Die EU-Kommission sprach von einem gezielten Versuch, die Lebensmittelversorgung zu stören und das Vertrauen der Verbraucher zu untergraben.
„Haltlose Vorwürfe“
Moskau wies jegliche Verantwortung zurück: Es handle sich um „haltlose Vorwürfe“, sagte Kreml-Sprecher Peskow am Donnerstag. Es gebe einen „anhaltenden Trend“ in europäischen Staaten, Russland „in alles hineinzuziehen“.
Anfang der Woche hatten Supermärkte in Deutschland, Belgien, Estland, Finnland, Irland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, Portugal und Schweden nach Cyberangriffen Störungen an Kühlanlagen gemeldet, in deren Folge die Temperatur deutlich stieg und Ware verdarb. In Frankreich hatte es bereits im Oktober einen großangelegten Hackerangriff gegeben, Kühlanlagen in Hunderten Supermärkten waren betroffen.
Westliche Länder machen Russland für zahlreiche Cyberattacken verantwortlich, vor allem seit Beginn der russischen Offensive in der Ukraine im Februar 2022. Moskau weist die Vorwürfe regelmäßig zurück.
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