Ihre erbitterte Rivalität war legendär. Denn für Sylvester Stallone und Arnold Schwarzenegger waren zwei Actionstars in Hollywood einer zu viel, wie „Rocky“ jetzt im Podcast „The Rest Is Entertainment“ verriet. Und obwohl ihre Feindschaft längst in eine Freundschaft umgeschlagen sei, herrscht zwischen beiden noch immer ein Wettbewerb.
Ihre Rivalität sei daraus entstanden, dass beide im Action-Genre die Nummer eins sein wollten. Sly erinnerte sich, dass ihm schnell klar gewesen sei, dass Schwarzenegger „ein Problem werden würde“. Der „Terminator“-Star habe ihm bei einer Begegnung auf einer Golden-Globe-Verleihung einmal feindselige Blicke zugeworfen.
„Fehdehandschuh geworfen“
Bei ihrem nächsten Treffen griff Stallone dann zu einer dreisten Aktion und warf eine Blumenschale nach ihm. „Ich tat so, als würde ich feiern und rief ihm ,Juhu!‘ zu“, erklärte er. „Damit war der Fehdehandschuh geworfen – und der Kampf eröffnet.“
Stallone beschrieb seinen Rivalen als von Natur aus konfrontativ. Beide seien körperlich veranlagt gewesen und hätten sich gerne gegenseitig herausgefordert. Während sie sich an den Kinokassen mit Hits wie „Rambo“ und „Commando“ ein Duell lieferten, herrschte auch abseits der Leinwand böses Blut zwischen ihnen.
„Habe das genossen“
„Es ging ziemlich heftig zur Sache, glauben Sie mir – und ich habe das genossen“, betonte Stallone. „Je wütender ich ihn machte und je wütender er mich machte, desto mehr kämpften wir darum, den nächsten Actionfilm noch größer zu machen – mit einem größeren Messer, einer lauteren Waffe, mehr Toten, besseren Drehorten und so weiter.“
Der fünffache Vater erzählte, dass ihre Rivalität so ausgeprägt gewesen sei, dass sie es nicht einmal ertragen konnten, gemeinsam auf einer Bühne zu stehen, um für die Restaurantkette Planet Hollywood zu werben. Beide gehörten 1991 zu einer Gruppe prominenter Gründer und Investoren, die das Unternehmen ins Leben riefen.
Heute gute Freunde
Ihre Fehde wurde erst 20 Jahre später beigelegt, als Schwarzenegger 2003 in die Politik ging und vom Terminator zum „Gouvernator“ mutierte. Stallone erinnerte sich, dass er Schwarzenegger damals zufällig in einem Zigarrengeschäft begegnet sei. Bei dieser Gelegenheit hätten sie ihren Streit begraben. Schließlich seien sie keine Konkurrenten mehr im Filmgeschäft gewesen. Sie rauchten gemeinsam eine Zigarre und sind bis heute sehr gute Freunde.
Allerdings werden wir immer miteinander konkurrieren, das liegt einfach in unserer Natur“, ließ der 80-Jährige durchblicken – „und ich genieße es.“
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