Es hätte ja so gut fürs Klima sein sollen: Unsere Regierung beschloss eine Flugabgabe von vier Euro je Flug und von zwölf Euro bei Kurzstrecken unter 350 Kilometern. Die Politiker rieben sich die Hände: Diese Steuer würde über 100 Millionen Euro in die Kassen spülen.
Heute weiß man es besser: Diese Steuer war und ist ein Schuss ins eigene Knie. Wird das Klima dadurch besser, wenn statt von Wien vermehrt von Bratislava abgeflogen wird? Zwei Millionen Passagiere weniger in Wien, dafür Rekordeinnahmen in Bratislava! Auch die AUA-Mutter Lufthansa reagiert: Die tollen neuen Flugzeuge werden nicht die Österreicher für die Langstrecke bekommen, die werden im Konzern dorthin zugeteilt, wo es keine mittelalterliche Flugabgabe gibt. Nur mehr acht Länder in der ganzen EU heben noch eine Flugabgabe ein, kürzlich hat sie Schweden abgeschafft, auch Deutschland beschloss eine Senkung.
Es ist Zeit zur Erkenntnis: Die Flugabgabe made in Austria ist ein Schuss ins eigene Knie, der Schaden, den sie anrichtet, ist größer als die erhofften Mehreinnahmen. Zwei Millionen Passagiere weniger in Wien, das ist ein enormer Verlust! Und der Flughafen in Bratislava hat Spaß an der Entwicklung: Dort kann man zuschauen, wie die Passagiere im nahen Wien vertrieben werden.
Österreich ist schon längst ein Hochsteuerland. Wir sollten nicht durch solche Schnitzer den eigenen Standort weiter schädigen!
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