Kurioser Vorfall

Patient wurde aus Grazer Spital „verscheucht“

Steiermark
06.11.2026 06:00

Ein versorgter Patient wurde vom Wachdienst im UKH Graz aufgefordert, den Wartebereich zu verlassen, nachdem er dort eingedöst war. Der Mann ist sauer, das Krankenhaus erklärt sich.

Es war die Halloween-Nacht vergangenes Wochenende. Ein Mann aus dem Burgenland war mit seiner Frau für ein Fest nach Graz gekommen. In den frühen Morgenstunden musste er aufgrund einer unglücklichen Verletzung ins Spital. „Meine Wunde wurde im UKH Graz gut versorgt“, sagt der Mann zur „Krone“. Doch dann wurde es skurril.

Er sei im Wartebereich eingeschlafen, als er auf seine Frau wartete. Diese blieb im Hotel zurück und sollte ihn später abholen. „Ich bin eingenickt. Ich war müde, hatte am Vortag etwas getrunken“, sagt er. „Aber ich war ruhig, habe niemanden belästigt.“ Doch dann forderte ihn ein Security-Mitarbeiter auf, das Gebäude zu verlassen.

„Habe versucht, mich zu erklären“
„Ich kenne mich in Graz nicht aus, ich wollte auf meine Frau warten, draußen war es extrem kalt. Ich habe versucht, das alles zu erklären.“ Doch es wurde dann sogar die Polizei gerufen. Die Situation klärte sich erst, als seine Frau eintraf. Was den Mann so stört: „Ich arbeite, zahle brav meine Versicherungsbeiträge. Ich finde es nicht in Ordnung, jemanden polizeilich entfernen lassen zu wollen, der eigentlich Patient ist!“

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Ich zahle brav meine Beiträge. Ich finde es nicht in Ordnung, was da passiert ist.

Der Betroffene

Spital spricht von Sicherheitsmaßnahme, Mann irritiert
Seitens der AUVA, die das Unfallkrankenhaus betreibt, sieht man den Vorfall anders. Auf „Krone“-Anfrage heißt es, dass der Patient über mehrere Sitzplätze hinweg eingeschlafen war. Eine Pflegeperson bat ihn, das Krankenhaus zu verlassen. „Da der Patient trotz mehrfacher Aufforderung durch verschiedene Mitarbeitende das Gebäude nicht verlassen wollte und sich gegenüber mehreren Mitarbeitenden sowie dem Sicherheitsdienst aggressiv und beleidigend verhielt, wurde schließlich die Polizei verständigt.“

Der „Krone“-Leser schüttelt den Kopf: „Ich war schon genervt, ja, aber ich bin nicht aggressiv geworden und verstehe in erster Linie nicht, dass ich das Krankenhaus verlassen hätte müssen!“

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