Mi, 15. August 2018

Acht Frontblitzer

22.12.2014 13:59

Teures "Raser-Roulette" auf der Ostautobahn (A4)

Leicht ironisch könnte man sagen, auf der Ostautobahn sei ein neues "Raser-Roulette" installiert worden. Tatsächlich wird Schnellfahrern auf der A4 verstärkt der Kampf angesagt: Ab sofort sind acht neue Front-Radar-Anlagen an der mehr als 60 Kilometer langen Verbindung im Einsatz – allerdings weiß man nie, welche der Anlagen gerade "scharf" sind.

Die neuen Radarboxen sollen abwechselnd mit zwei Geschwindigkeits-Messgeräten ausgestattet werden. Damit ist laut Asfinag "sichergestellt, dass der gesamte A4-Abschnitt regelmäßig überwacht wird".

Wer es wirklich drauf ankommen lässt, riskiert viel, hat dabei aber nichts zu gewinnen - und setzt außerdem die Verkehrssicherheit aufs Spiel. Die Standorte seien nach der Verkehrsdichte, dem durchschnittlichen Geschwindigkeits-Niveau und der Unfallhäufung ausgewählt worden.

In die A4 sollen bis 2023 etwa 345 Millionen Euro investiert werden. Bereits umgesetzt sind der Asfinag zufolge Sicherheits-Sofort-Maßnahmen (mehr Leitschienen und Reflektoren, bessere Beschilderung sowie "Rumpelstreifen" zur Vermeidung sogenannter Abkommensunfälle) von Fischamend bis zur Grenze bei Nickelsdorf. Am dreispurigen Ausbau vom Flughafen Wien in Schwechat bis Fischamend wird gearbeitet. Schritt drei ist die Generalsanierung der Strecke von Neusiedl am See bis zur Staatsgrenze mit dem Start im kommenden Jahr. 2018 soll der dreispurige Ausbau von Fischamend bis Neusiedl in Angriff genommen werden.

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