Chip-Engpässe

KI-Boom treibt Preise für Handys & Co. nach oben

Elektronik
02.09.2026 12:25
Porträt von krone.at
Von krone.at

Verbraucherinnen und Verbraucher müssen in diesem Jahr mit spürbaren Preissteigerungen und einer geringeren Auswahl bei vielen beliebten Elektronikgeräten rechnen. Ursache dafür ist der weltweite Boom rund um Künstliche Intelligenz, der die Halbleiterindustrie tiefgreifend verändert.

Weil Produktionskapazitäten für Chips massiv in den Ausbau von Hochleistungsrechenzentren abwandern, werden moderne Prozessoren und schnelle Speichermodule im Konsumgüterbereich zur Mangelware. Wie aktuelle Marktzahlen des Marktforschungsunternehmens NIQ zur Unterhaltungselektronik-Messe IFA in Berlin belegen, bekommen Verbraucher diese Verknappung vor allem bei rechenintensiven Produktkategorien wie Smartphones, Notebooks, PCs sowie Gaming-Hardware und Spielkonsolen zu spüren.

Die Hersteller passen ihre Strategie an die Engpässe an, indem sie sich vor allem auf nachfragestarke Konfigurationen wie 256 oder 512 Gigabyte konzentrieren, die Modellvielfalt ausdünnen und die Preise anziehen. Günstige Einstiegsgeräte können unter diesen Rahmenbedingungen kaum noch angeboten werden.

NIQ-Branchenexperte Alexander Dehmel gibt zwar Entwarnung vor einer flächendeckenden Krise wie noch im Jahr 2020, warnt jedoch vor spürbaren Mehrkosten für Käufer: Für Verbraucher stehe zwar kein genereller Lieferstopp bevor, doch bestimmte Konfigurationen mit hoher Rechenleistung und üppigen Speicherkapazitäten würden sich verteuern oder seien zeitweise nur mit längeren Wartezeiten verfügbar.

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