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Senioren: Unfälle nehmen stetig zu – jetzt handeln

Viele wünschen sich möglichst selbstständig zu bleiben. Gleichzeitig zeigen aktuelle Daten, dass die Zahl der Unfälle bei Menschen ab 65 Jahren stetig zunimmt: Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit mussten 2025 rund 266.100 Personen dieses Alters nach einem Unfall im Spital behandelt werden.

Unfallprävention muss in der fortgeschrittenen Lebensphase wichtiger werden! Denn wurden im Jahr 2015 noch rund 218.300 Unfallopfer ab 65 Jahren in Österreichs Spitälern behandelt, waren es 2025 bereits 266.100 – ein Anstieg um rund 23 Prozent. Ein Teil dieser Entwicklung ist auch auf den Anstieg der Bevölkerung in dieser Altersgruppe zurückzuführen.

Tatsächlich passieren mit 64 Prozent die meisten dieser Zwischenfälle im Haushalt – wo man sich eigentlich sicher fühlen möchte. Das Wohnzimmer (17 Prozent), die Küche (12 Prozent) und das Schlafzimmer (11 Prozent) sind die unfallträchtigen Bereiche in den eigenen vier Wänden. 

Zumeist werden Stürze verzeichnet
Mit Abstand die häufigsten Unfälle im Haushalt sind auf Stürze zurückzuführen. Größtenteils werden diese durch Stolperfallen – wie etwa Kabel, Bodenunebenheiten oder herumliegende Gegenstände – sowie durch rutschige Böden ausgelöst. Aber auch auf Treppen kommt es immer wieder zu Stürzen.

Knochenbrüche sind mit über 60 Prozent die häufigste Verletzungsfolge von Stürzen. Häufig sind die Handgelenke, Unterarme oder Oberschenkel betroffen – gerade Oberschenkelhalsbrüche sind schwerwiegende Verletzungen mit oft langwierigen Einschränkungen.

Tipps gegen Stürze

  • gute Beleuchtung
  • Entfernen von Stolperfallen
  • rutschhemmende Unterlagen 
  • Haltegriffe im Badezimmer
  • rutschfeste Schuhe

Kopfverletzungen kommen zwar seltener vor, können jedoch besonders tragisch enden: Durch den Aufprall können eine Gehirnerschütterung oder Blutungen im Kopf entstehen – vor allem ältere Personen sind anfälliger dafür. Bei Menschen, die blutverdünnende Medikamente einnehmen, kann das Risiko einer Blutung zusätzlich erhöht sein. Stürze, bei denen der Kopf am Boden aufprallt, sind daher umgehend ärztlich abzuklären. Beschwerden können teilweise erst verzögert auftreten, daher kann abwarten fatal enden. 

Bewegung gegen Unfallrisiko
Dr. Johanna Trauner-Karner, Leiterin des Bereichs Sport- und Freizeitsicherheit im KFV, betont: „Älterwerden bedeutet nicht, auf Aktivität oder Selbstständigkeit verzichten zu müssen. Regelmäßige Bewegung und Sport tragen - neben einer sicher gestalteten Wohnumgebung - sehr gut dazu bei, das Unfallrisiko zu reduzieren.“

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