Triumphierend trugen sie ihren Helden auf den Schultern: Heute vor 40 Jahren feierten FPÖ-Recken ihren Putsch und bejubelten den 36-jährigen Jörg Haider als neue Lichtfigur an der Spitze der Blauen.
Mit dem Wechsel vom liberalen Norbert Steger zum national-populistischen Haider als Chef der Blauen beendete Bundeskanzler Franz Vranitzky die SPÖ-FPÖ-Regierungskoalition. Bei den folgenden Neuwahlen verdoppelte die FPÖ ihre Stimmen beinahe – auf 9,7 Prozent.
Haiders Erfolgslauf führte die FPÖ in Kärnten zum Landeshauptmann und im Bund mit 26,9 Prozent in die Schüssel-Regierung. Der Haider jedoch nicht angehören durfte – ein internationaler Proteststurm samt EU-Sanktionen gegen Österreich blieb dennoch nicht aus.
Schon früh kam ein gewisser Herbert Kickl in Haiders Nähe, schrieb ihm etwa die zugespitzten Aschermittwochs-Reden.
Mit der in Knittelfeld vollzogenen Trennung von FPÖ und BZÖ trennte sich auch das Duo Haider-Kickl. Kickl spitzte weiter zu, bezeichnete sein Ex-Idol als „Pippi Langstrumpf“, sagte ihm nach, er sei „ohne Rückgrat und Charakter“.
Am Samstag ließ Kickl den einstigen FPÖ-Helden in Innsbruck hochleben. Aus welchem Blickwinkel auch immer man es sieht: Kickl ist kein Haider.
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