„Würde mir wünschen“

Nachteil für Sturm? Appell vor Europa-League-Start

Europa League
14.09.2026 06:55
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Nachteil für Sturm Graz in der Europa League? Während die Steirer noch am Sonntag zum Topspiel der Liga gegen den LASK (2:1-Sieg) antreten mussten, durfte sich der erste Europacup-Gegner Stade Rennes (Mittwoch ab 21 Uhr im sportkrone.at-Liveticker) über eine längere Verschnaufpause freuen. Sturm-Trainer Fabio Ingolitsch wünscht sich hier auch in Österreich mehr Rücksicht. 

Sturm Graz hat rechtzeitig vor dem Ligaphasenstart der Fußball-Europa-League wieder in die Spur gefunden. Das Heim-2:1 am Sonntag über den LASK bedeutete nicht nur die erste Niederlage des Meisters nach saisonübergreifend neun Liga-Siegen en suite, sondern auch den ersten vollen Erfolg der Steirer nach nur einem Punkt aus den jüngsten beiden Runden. Die Moralinjektion wurde mit großer Leidenschaft erkämpft und kam vor dem Heimspiel am Mittwoch gegen Stade Rennes gerade recht.

Trainer Ingolitsch war nach dem Sieg gegen den Tabellenführer sichtlich zufrieden. „Wir waren energetisch, wir waren aggressiv, wir haben das Stadion mitgenommen“, schwärmte der 34-Jährige. Seine Mannschaft liegt als Vierter nur noch vier Punkte hinter dem Liga-Führungsduo LASK und Rapid, am kommenden Sonntag steigt vor dem Beginn der diesmal dreiwöchigen Länderspielpause das Auswärtsduell mit dem Dritten Red Bull Salzburg.

Davor aber wartet noch ein Kräftemessen mit Rennes, das aus den ersten vier Ligue-1-Runden zehn Punkte holte und ausgerastet anreisen wird. Die Truppe aus der Bretagne war nämlich in der nationalen Meisterschaft bereits am Freitag beim Heim-1:0 gegen Olympique Marseille, einen weiteren EL-Gegner von Sturm, im Einsatz und hat damit zwei Tage länger Pause als die Grazer.

Ingolitsch hätte sich längere Pause vor Rennes-Match gewünscht
Vor diesem Hintergrund bezeichnete Ingolitsch die Terminansetzung der Partie gegen den LASK als „sehr unverständlich. Ich möchte nicht jammern, aber es ist ein Faktum, dass die französische Liga mithilft, dass Rennes am Mittwoch maximal frisch ist. Und bei uns ist es so, dass die Liga uns das Topspiel am Sonntag reindrückt, was natürlich ein Unterschied ist für Mittwoch“, erklärte der Coach. „Deswegen würde ich mir das auch sehr wünschen, dass wir da in Österreich zusammenhalten, dass die Bundesliga und auch die TV-Anbieter so flexibel sind, dass wir uns da gegenseitig unterstützen und da vielleicht einmal auch irgendwas auf einen Tag nach vorne oder nach hinten bewegen könnten.“

Trotzdem überwog bei Ingolitsch klar die Freude über den Sieg gegen den LASK, der auch dank starker Leistungen der Zugänge fixiert wurde. Joshua Quarshie in der Innenverteidigung und Valmir Matoshi im zentralen Mittelfeld zeigten, dass sie echte Verstärkungen sein können, und dem eingewechselten Oumar Diakite gelang das Siegestor.

Fabio Ingolitsch
Fabio Ingolitsch(Bild: GEPA)

„Ich bin super zufrieden mit unserem Transferprogramm“, betonte Ingolitsch. „Wir haben eine unglaublich spannende Mannschaft.“ Zudem nähert sich auch Otar Kiteishvili wieder dem Vollbesitz seiner Kräfte an. Der im Finish verschossene Elfmeter des Georgiers ließ sich verschmerzen.

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