Der Hyundai Inster ist klein, vergleichsweise günstig und gehört zu den interessantesten Elektroautos für die Stadt. Nun trifft ausgerechnet den jungen Hoffnungsträger ein ungewöhnlich umfassender Rückruf: Es müssen fast alle bisher produzierten Fahrzeuge in die Werkstatt.
Die absolute Zahl ist wiederum nicht wahnsinnig hoch – im Vergleich zu Rückrufen von Fahrzeugen, die schon länger auf dem Markt sind: Weltweit geht es um 40.045 Exemplare. Betroffen sind Fahrzeuge, die zwischen dem 14. Februar 2024 und dem 14. April 2026 produziert wurden.
Der Grund klingt zunächst weniger dramatisch, als er ist. Ein Dreiwege-Ventil im Thermomanagement kann im Inneren beschädigt werden. In der Folge könnte Kühlmittel austreten und mit elektrischen Bauteilen in Kontakt kommen. Dann droht ein Kurzschluss, im schlimmsten Fall kann das Fahrzeug Feuer fangen.
Wichtig dabei: Der Hochvoltakku selbst ist nach den vorliegenden Informationen nicht die Ursache. Das Problem liegt im Kühlsystem, das Batterie und Antrieb im richtigen Temperaturbereich halten soll. Ein vergleichsweise kleines Bauteil zwingt Hyundai nun trotzdem zu einer umfangreichen Aktion.
Für die Besitzer ist die Sache zumindest klar geregelt. Hyundai schreibt die betroffenen Halter direkt an. In der Vertragswerkstatt wird das Ventil kostenlos durch eine überarbeitete Version ersetzt. Bei Bedarf kontrollieren die Techniker außerdem die Steckverbindungen und tauschen beschädigte Teile aus.
Personen- oder Sachschäden sind bislang nicht bekannt. Der Rückruf ist daher eine Vorsichtsmaßnahme, die verhindern soll, dass aus dem möglichen Defekt tatsächlich ein Brand entsteht.
Der nur 3,83 Meter lange Inster hat sich innerhalb kurzer Zeit als ernstzunehmende Alternative zu Citroën ë-C3 oder Renault 5 etabliert. Er bietet für seine geringe Größe erstaunlich viel Platz, eine umfangreiche Ausstattung und je nach Version mehr als 300 Kilometer Normreichweite.
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