Achtung, Lebensgefahr: Mitten in der derzeitigen Hitzewelle mit mehr als 40 Grad enthüllt die „Krone“ beängstigende Rekord-Opferzahlen vom Beginn des Sommers. So verzeichnete das Gesundheitsministerium allein im Juni jeden Tag durchschnittlich 13 Tote! Dabei handelt es sich um die sogenannte Übersterblichkeit aufgrund außergewöhnlicher Hitzebelastung.
Die Sonne brannte bei bis zu 40,1 Grad erbarmungslos vom Himmel. Etwa zwei Wochen lang dauerte die Juni-Hitzewelle, die nach 259 Jahren Messgeschichte gleich zu Sommerbeginn historische Rekorde in Wien und Niederösterreich ausradierte.
Extremwetter-Hoch „Olaf“ ist gnadenlos
Nur einen Monat später blicken die Wetterforscher bei der aktuell rollenden zweiten Hitzewelle wieder gebannt auf die Quecksilbersäulen. Hoch „Olaf“ ist gnadenlos. Selbst Österreichs Allzeit-Rekord vom August 2013 wurde am Freitag mit 40,3 Grad in Wieselburg in Niederösterreich nur hauchdünn (um 0,2 Grad) verfehlt. Und es bleibt bis Ende der kommenden Woche so heiß.
Aufgrund des lebensgefährlichen Extremwetters hat Gesundheitsministerin Korinna Schumann die Agentur für Gesundheit und Ernährung (AGES) schon jetzt beauftragt, die Opfer der Rekord-Temperaturen wissenschaftlich zu erfassen. Nicht erst, wie sonst üblich, nach dem Sommer im Herbst. „Die Zahl ist erschütternd. Sie zeigt eindringlich, dass Hitze längst keine bloße Frage des Wohlbefindens mehr ist, sondern eine konkrete Gefahr für Gesundheit und Leben“, so die Ministerin.
Wie die Zahl der Toten tatsächlich berechnet wird
Dabei wird die sogenannte hitzeassoziierte Übersterblichkeit herangezogen. Die Zahl jener Personen, die im Vergleich zum Schnitt „zu viel“ starben, wird mit den Sterbedaten von Tagen verglichen, an denen es besonders brütend ist.
Und das Ergebnis ist alarmierend: Laut Ministerium war der Juni der tödlichste Monat aller Zeiten! Die Hitze kostete 395 Menschen das Leben. Das sind 13 Todesopfer pro Tag – und fast so viele wie im gesamten Sommer (Juni bis September) des Vorjahres.
Traurige Höchststände auch in Westeuropa
Auch in Westeuropa (siehe auch Grafik unten) stiegen die Hitzetoten im – wie der EU-Klimawandeldienst Copernicus bestätigte – heißesten Monat der Geschichte auf einen traurigen Höchststand.
Babys und Senioren: Wer besonders gefährdet ist
Die Backofen-Temperaturen belasten freilich nicht alle gleich. Besonders gefährdet: Schwangere, Kleinkinder, Ältere und sozial isolierte Personen. Säuglinge können die Wärme nicht so effektiv wie Erwachsene abgeben. Gemeint ist das Schwitzen als natürliche Kühlung des Körpers. Auch Senioren sind eine sehr vulnerable Gruppe, weil das Durstgefühl im zunehmenden Alter nachlässt.
Die aktuellen Hundstage werden jedenfalls wieder viele Opfer fordern. Der Sommer 2026 wird wohl am Ende erstmals die Grenze von 1000 Toten übersteigen.
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