Mit einer neuen Drohung will US-Präsident Donald Trump den Iran zu Verhandlungen zwingen. „Nächste Woche wird es für sie richtig schlimm“, kündigte er in einem TV-Interview an. Man werde alle Kraftwerken und Brücken zerstören, „es sei denn, sie kommen an den Verhandlungstisch“, drohte er: „Sonst wird keiner von euch übrig bleiben.“
Für diese Nacht und die Folgenächte kündigte Trump zudem heftige Angriffe an. Die Kämpfe würden weitergehen, „bis ich sage, dass es genug ist“, sagte er dem US-Sender Fox News. Der 80-Jährige hatte dem Iran bereits im April mit der Zerstörung aller Brücken und Kraftwerke binnen weniger Stunden gedroht. Damals wollte der Präsident Teheran dazu bewegen, die Straße von Hormuz zu öffnen.
Neue Angriffswelle in der Nacht
Mit regelmäßigen Angriffswellen will das US-Militär aktuell iranische Attacken auf Handelsschiffe in der Meerenge unterbinden. In den vergangenen Wochen sollen sieben Schiffe angegriffen worden sein. Knapp ein Dutzend Crewmitglieder wurde als getötet, verletzt oder vermisst gemeldet. Erst ist in der Nacht auf Mittwoch hatten die USA sieben Stunde lang iranische Stellungen unter Beschuss genommen. Dutzende militärische Ziele – darunter Raketenstellungen und Verteidigungssysteme – in der Nähe der Straße von Hormuz sowie in iranischen Küstengebieten seien dabei getroffen worden, so das US-Militär.
Wie schon in den vergangenen Nächten gab es wieder Vergeltungsangriffe des Iran. So meldete der US-Verbündete Kuwait Drohnenattacken, die zu einer Aktivierung der Flugabwehr geführt hätten. Auch im ebenfalls mit den USA verbündeten Golfstaat Bahrain heulten wieder die Alarmsirenen. In beiden Ländern wurde die Bevölkerung aufgerufen, Schutz zu suchen.
Seeblockade gegen iranische Häfen
In der Nacht haben die USA auch die Seeblockade gegen den Iran wiederaufgenommen. Die US-Marine hindert Schiffe daran, iranische Häfen oder Küstengebiete anzusteuern oder von dort wegzufahren. Trump hatte die erneute Blockade am Montag angekündigt und anderen Ländern einen „fairen und offenen“ Zugang zur Straße von Hormuz in Aussicht gestellt. Die USA hatten während des Iran-Kriegs bereits ab Mitte April eine solche Seeblockade durchgesetzt, diese im Zuge des Rahmenabkommens mit Teheran dann Mitte Juni aufgehoben.
Das Abkommen hätte Ausgangspunkt für vertiefte Verhandlungen sein sollen, die Gespräche gerieten aber ins Stocken. Vergangene Woche hatte Trump dann die seit April geltende – aber ohnehin etliche Male gebrochene – Waffenruhe mit dem Iran für beendet erklärt und danach weitere harte Angriffe angekündigt.
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