Zwei Drittel der Österreicherinnen und Österreicher sterben an Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder an Krebs. Das sind aber oft nicht die einzigen Erkrankungen, unter denen die Verstorbenen gelitten haben – im Schnitt haben sie neben der Todesursache noch vier Begleiterkrankungen.
Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren mit 33,4 Prozent im Vorjahr wieder die häufigste Todesursache in Österreich. An zweiter Stelle stand 2025 Krebs mit rund einem Viertel der Verstorbenen. Laut Statistik Austria sterben Männer und Frauen wegen der steigenden Lebenserwartung häufiger an Krankheiten, die vermehrt im Alter auftreten.
Insgesamt starben im vergangenen Jahr 87.902 Österreicherinnen und Österreicher, mehr als die Hälfte der Verstorbenen (rund 59 Prozent) wurde über 80 Jahre alt. An Krankheiten der Atmungsorgane starben sieben Prozent, an Verletzungen und Vergiftungen sechs Prozent und Krankheiten der Verdauungsorgane machten rund vier Prozent der Todesursachen aus.
Mehrere Krankheiten gleichzeitig
Neben der eigentlichen Todesursache hatten die Verstorbenen im Durchschnitt vier Begleiterkrankungen, Männern etwas mehr als bei Frauen (4,0 bzw. 3,7). Bei Menschen, die an Aids verstarben, wurden im Durchschnitt sechs weitere Krankheiten verzeichnet, bei Diabetes waren es 5,6 und bei Covid 5,3. Auch an Stürzen verstorbene Personen hatten durchschnittlich mehr als fünf begleitende Erkrankungen. Bluthochdruck wurde bei mehr als einem Viertel aller Gestorbenen genannt und war die häufigste Begleiterkrankung.
Sterblichkeitsrate sinkt
Die Sterblichkeitsrate sei zwischen 2015 und 2025 deutlich zurückgegangen, „vor allem bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs starben, in Bezug auf die Bevölkerungsstruktur, weniger Menschen als noch vor zehn Jahren“, berichtete Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria. Dennoch hätte die absolute Zahl der Krebssterbefälle zugenommen, da heute mehr Menschen ein hohes Alter erreichen würden. In der Altersgruppe der über 80-Jährigen verstarb rund jede bzw. jeder sechste an Krebs (etwas über 17 Prozent), 41,2 Prozent an Krankheiten des Kreislaufsystems.
Jüngere sterben häufiger an Suizid
Rund 39 Prozent aller Todesfälle entfielen auf die Gruppe der 40- bis 79-Jährigen. Hier waren Krebserkrankungen die häufigste Todesursache. Jugendliche und junge Erwachsene (zehn bis 40 Jahre) verstarben am häufigsten aufgrund von Suizid, Krebs und Unfällen. Bei Kindern im Alter von einem bis unter zehn Jahren (59 Todesfällen) waren neben Krebs angeborene Fehlbildungen am häufigsten, bei Säuglingen (235 Todesfälle im Jahr 2025, 0,3 Prozent) Geburtskomplikationen und angeborene Fehlbildungen.
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