Drei bis fünf Jahre kann es mitunter dauern, bis eine Lungenfibrose erkannt und die richtige Diagnose gestellt wird. Wertvolle Zeit, die für Betroffene mit dieser Form der interstitiellen Lungenerkrankung (ILD) verloren geht. Denn die frühe Diagnose ist entscheidend, um den Krankheitsverlauf gezielt zu beeinflussen.
Mit einer passenden Therapie lässt sich das Fortschreiten der Erkrankung verlangsamen und eine Lungentransplantation möglichst lange hinauszögern.
Eine Lungenfibrose ist eine ernsthafte Erkrankung, bedeutet aber nicht zwangsläufig eine rasche Verschlechterung. Viele leben mit guter ärztlicher Betreuung über längere Zeit mit der Diagnose. Der Verlauf ist individuell sehr unterschiedlich und hängt von verschiedenen Faktoren ab“, erklärt Dr. Mathis Hochrainer, Abteilung für Innere Medizin und Pneumologie, Leiter der Spezialambulanz für interstitielle Lungenerkrankungen, Klinik Floridsdorf, Wien, im Fachmagazin „Ärzte Krone“.
Selbstmaßnahmen sind wichtig
Auch die eigenen Maßnahmen spielen eine wichtige Rolle: Ein konsequenter Rauchstopp ist die wichtigste Einzelmaßnahme. Lungenrehabilitation, Impfungen gegen Influenza und Pneumokokken sowie regelmäßige Bewegung tragen dazu bei, die körperliche Belastbarkeit zu erhalten. Bei einer Belastungshypoxämie kann eine Sauerstofftherapie erforderlich sein.
Ein konsequenter Rauchstopp ist die wichtigste Einzelmaßnahme.

Dr. Mathis Hochrainer, Spezialambulanz für interstitielle Lungenerkrankungen, Klinik Floridsdorf, Wien
Bild: Dr. Andreas Fazekas
Allergene vermeiden!
Bei expositionsbedingten Formen wie der exogenen allergischen Alveolitis (EAA) ist die konsequente Allergenkarenz – also die vollständige Meidung des auslösenden Antigens – therapeutisch ebenso entscheidend wie jede medikamentöse Maßnahme.
Feines Knisterrasseln am Ende des Einatmens, chronischer Husten und Atemnot bei Belastung können Warnzeichen einer interstitiellen Lungenerkrankung (ILD) sein. In solchen Fällen sollte frühzeitig eine hochauflösende CT-Untersuchung der Lunge (HRCT) erfolgen.
Für die Diagnose ist eine gezielte Anamnese wichtig: Dazu gehören Fragen zu Beruf, Haustieren, Medikamenten, Autoimmunerkrankungen und familiären Belastungen.
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