Sieg für Redlinger

Deutsche Stars abgehängt – Lisa fast fix bei EM!

Sport-Mix
11.07.2026 10:32
Porträt von Olaf Brockmann
Von Olaf Brockmann

Großer Sieg von Lisa Redlinger in Tübingen! Die Vorarlbergerin gewann in der deutschen Universitätsstadt die 5000 m in starken 15:16,05 und verfehlte den 25 Jahre alten ÖLV-Rekord von Susanne Pumper (15:10,54) heuer zum dritten Mal nur um ein paar Sekunden. Damit hat Lisa ihr Ticket für die EM in Birmingham praktisch fix.

Zweimal war Lisa Redlinger heuer schon knapp daran gescheitert, diese Uralt-Bestmarke zu verbessern. In Stadtallendorf (15:19,02) und in Wien (15:12,03) näherte sie sich diesem Pumper-Rekord schon mächtig. Auch zum Abschluss des von Dieter Baumann, dem 5000-m-Olympiasieger von 1992, organisierten Meetings in Tübingen fehlte wieder nicht viel.

Da sie jetzt drei Spitzenzeiten in der Qualifikations-Rangliste, der „Road to Birmingham“, vorweisen kann, ist ihr Start für diese Titelkämpfe vom 10. bis 16. August praktisch fix. Dort sind nur 25 Läuferinnen über 5000 m startberechtigt. Zudem ist sie bereits für die Straßenlauf-WM in Kopenhagen im September qualifiziert.

„Bin sehr happy“
In Tübingen lief sie über weite Strecken in dem großen Feld von 20 Teilnehmerinnen alleine, kam aber bei ihrem tollen Solo zu einem Sieg vor den deutschen Spitzenläuferinnen. Sie ließ schließlich Elena Burkard (15:52,08) und Konstanze Klosterhalfen (16:02,43) um Welten hinter sich. Sie kommentierte: „Mir ist es richtig gut gelaufen, schade nur, dass nach 2000 m keine Pacer mehr dabei waren und ich alles alleine gerannt bin. Für das war es richtig gut und ich bin sehr happy. Ich hoffe, es geht sich jetzt auch für Birmingham aus!“

Lisa Redlinger.
Lisa Redlinger.(Bild: Jan Haller)

Heuer war sie wie ein Komet am Himmel der europäischen Spitzenläuferinnen aufgestiegen. Im Rahmen des Vienna City Marathons überraschte sie die Fachwelt zunächst mit ihrem ÖLV-Rekord im Straßenlauf über 5 km (15:34). Danach konnte man schon ahnen, dass sie heuer auf der Bahn ihre 5000-m-Bestzeit pulverisieren würde. Denn vor diesem Sommer stand ihr „Hausrekord“ über 5000 m seit 2025 von einem Hallen-Rennen in New York nur auf 16:20,45. Diese Bestleistung ist jetzt Makulatur. Schon in drei Läufen war sie heuer jeweils weit über eine Minute schneller. Sie ist in der internationalen Spitze angekommen.

Pumper: „Bald fällt mein Rekord“
Susanne Pumper, Noch-Rekordlerin über 5000 m, ist sicher, dass bald ihre Bestzeit fällt: „Ich traue Lisa weitere Steigerungen zu.“ Neben ihrer Organisation des LCC-Silvesterlaufs habe sie „aber übrigens so ziemlich den Kontakt zur Leichtathletik“ verloren. Susi Pumper, später wegen Dopings gesperrt, verbesserte in ihrer Karriere achtmal den ÖLV-Rekord über 5000 m. Zudem hält sie noch über 3000 m mit 8:47,04 (2000) und über 10.000 m mit 32:12,33 (2005) die ÖLV-Rekorde.

Susanne Pumper hält noch Österreichs Rekord.
Susanne Pumper hält noch Österreichs Rekord.(Bild: apa)

Eine neue Generation an hervorragenden österreichischen Mittel- und Langstrecklerinnen nimmt diese alten, umstrittenen Rekorde von einst aufs Korn. Wie vollkommen überraschend am vergangenen Mittwoch in Lignano. Dort streifte Caroline Bredlinger über 1500 m in 4:04,63 die Höchstleistung von Theresia Kiesl (4:03,02/Olympia-Bronze 1996). Das war eine Sensation, die nächste folgte schon zwei Tage später in Tübingen.

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