Noch Rettungsarbeiten

Fast 2600 Tote: Wiederaufbau in Venezuela startet

Ausland
03.07.2026 08:03
Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf 2595 gestiegen. 38.500 Menschen werden noch vermisst. Für den Wiederaufbau richtet das Land gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Hilfsfonds in Höhe von 200 Millionen Dollar ein.

Zudem haben der IWF und die Weltbank weitere Kredite und Hilfen angeboten. „Wir können immer noch Menschen lebend finden“, erklärte Interimspräsidentin Delcy Rodriguez.

Kritik an langsamem Krisenmanagement
Die Such- und Rettungsarbeiten sind noch nicht beendet. Auf ihrer ersten Pressekonferenz seit dem Sturz von Nicolas Maduro durch die USA im Jänner wies Rodriguez Kritik an einem zu langsamen Krisenmanagement vehement zurück. Die Regierung habe sofort gehandelt.

Aktuelle Bilder aus Venezuela:

Das Chaos erklärte sie unter anderem damit, dass im am schwersten betroffenen Bundesstaat La Guaira fast alle regionalen Behördenvertreter ums Leben gekommen seien.

Graben mit bloßen Händen
Vor Ort werden die Rettungsarbeiten nach den Beben der Stärke 7,2 und 7,5 vom vergangenen Mittwoch größtenteils von Zivilisten getragen, die oft mit bloßen Händen graben und fehlendes schweres Gerät beklagen. Auf einer inoffiziellen Liste im Internet wurden zuletzt noch rund 38.500 Menschen als vermisst gemeldet.

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