Mehrere Verletzte

Feuer in Urlaubsregion: Campingplätze evakuiert

Porträt von krone.at
Von krone.at

Nach wochenlanger Trockenheit wüten in Frankreich jetzt mehrere Waldbrände. Tausende Menschen mussten bereits Häuser und Campingplätze räumen, mehrere Personen wurden verletzt. Die Behörden sprechen von einer angespannten Lage, weil starker Wind die Löscharbeiten erschwert.

Nach dem Ausbruch eines Feuers in Sainte-Marie-la-Mer in Südfrankreich sind mehr als 3000 Personen evakuiert worden. Rund 1700 Menschen wurden von Campingplätzen geholt, wo Dutzende Wohnmobile und auch 280 Bungalows durch die Flammen zerstört wurden, wie der „Stern“ berichtet. Das Feuer zerstörte außerdem eine Wassersportanlage und ein Unternehmen, das Katamarane herstellt.

Sechs Personen wurden leicht verletzt, 13 Feuerwehrleute und Polizisten haben eine leichte Rauchgasvergiftung, wie die Behörden mitteilten. Das Feuer brach in Sainte-Marie-la-Mer aus und erfasste drei Campingplätze. „Das Feuer breitete sich angetrieben von starkem Wind rasend schnell aus“, sagte Bürgermeister Edmond Jorda der Nachrichtenagentur AFP. Hunderte Einsatzkräfte kämpften nach Behördenangaben gegen die Flammen, inzwischen ist das Feuer unter Kontrolle gebracht. 

Mehrere Brände
In Südfrankreich wüten derzeit mehrere große Brände. In der Nähe von Narbonne brannten 950 Hektar Land ab. Mehrere hundert Feuerwehrleute waren in der Nacht im Einsatz. Das Feuer ist noch nicht unter Kontrolle, es breitet sich aber nicht mehr weiter aus, wie die Behörden mitteilten. 

Nördlich von Marseille brachen zwei weitere Feuer aus. Bei Rognac brannten 50 Hektar Land, das Feuer dort ist aber bereits unter Kontrolle. Nahe Lançon-Provence zerstörten Flammen 260 Hektar, dort waren zwei Löschflugzeuge im Einsatz. Bisher gab es dort keine Verletzten, aber rund 600 Menschen mussten ihre Häuser räumen. Außerdem brach ein Brand nördlich von Montpellier in der Nähe einer Müllhalde aus.

Früher als sonst
Frankreichs Premierminister Sébastien Lecornu sagte, allein am Mittwoch seien 1200 Hektar Land verbrannt. Die Brände treten heuer zwei bis drei Wochen früher auf als gewöhnlich. Seit Saisonbeginn gab es bereits rund 7000 Feuer, die 8700 Hektar Land vernichteten. Mittwoch und Donnerstag waren circa 2000 Feuerwehrleute im Einsatz. Lecornu nannte die Lage angespannt.

Die Löscharbeiten werden durch starken Wind sowie die ausgetrocknete Natur erschwert. Eine baldige Entspannung der Situation ist nicht zu erwarten, da Meteorologen für die kommenden Tage nicht mit Niederschlägen rechnen. In der französischen Mittelmeerregion gilt aktuell die höchste Waldbrand-Warnstufe.

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