Kämpft für den Sport

ÖSV-Ass bekam Anruf vom neuen FIS-Präsidenten

Olympia
03.07.2026 08:57

Die Parallel-Snowboarder kämpfen geschlossen um den Verbleib ihrer Sportart bei Olympia. Der Kärntner Alexander Payer ist als Athletensprecher federführend, steht mit allen Beteiligten in Kontakt. Kürzlich hatte er sogar den neuen FIS-Präsidenten am Telefon. . .

Die olympische Zukunft der Winterspiele 2030 in Frankreich hat ein Geheimnis weniger: Skibergsteigen wird wie 2026 in Italien Teil des olympischen Programms sein, bekommt mit dem Individual sogar die Königsdisziplin neu dazu – wir haben berichtet. Verantwortlich dafür sind mitunter die Veranstalter, die sich für eine Sportart speziell aussprechen können – bedeutet, Frankreich wollte das Skibergsteigen unbedingt austragen und das IOC stimmte zu.

Athleten stehen hinter Sportart
Verschoben wurde indes die Entscheidung um den Parallel-Riesentorlauf der Snowboarder. Athletensprecher Alexander Payer kämpft seit Monaten für seinen Sport, organisierte Kampagnen der Athleten. Viele ergriffen via Social Media das Wort, sendeten E-Mails an FIS und das olympische Komitee.

Alex Payer mit Ehefrau Sabine, die in Italien Olympia-Silber geholt hatte.
Alex Payer mit Ehefrau Sabine, die in Italien Olympia-Silber geholt hatte.(Bild: GEPA)

Der St. Urbaner ist sogar so sehr Dreh- und Angelpunkt in der Szene, dass der neue FIS-Präsident Alexander Ospelt – seit 11. Juni im Amt – kurzerhand zum Telefon griff und als eine seiner ersten Amtshandlungen Payer anrief. „Die FIS hat mich gebeten, ihm die Situation aus Athletensicht zu schildern. Wir hatten ein gutes Gespräch“, erzählt Payer, der auch mit hochrangigen Funktionären des IOC in Kontakt war. 

Mehr Nationen, geteilte Piste
„Es geht um Kleinigkeiten, die wir ändern müssen, um weiterhin olympisch zu bleiben. Wenn die FIS auf die Wünsche des IOC eingeht, bin ich positiv gestimmt, dass wir olympisch bleiben“, sagt Payer. Konkret gehe es darum, mehreren Nationen die Teilnahme zu ermöglichen oder auch die Piste inklusive Zielstadion mit einer anderen Sportart zu teilen.

„Die Wettbewerbe in Livigno haben uns da in die Karten gespielt. Wir haben zwar nicht so eine starke Präsenz auf Social Media, aber unsere Rennen waren immer ausverkauft – die Fans haben Stimmung gemacht, den Ort belebt. Das hat auch das IOC gesehen“, sagt Payer. 

„Es geht um den Nachwuchs“
Payer selbst wird 2030 zwar nicht mehr am Start stehen. „Es geht mir aber um den Nachwuchs. Wir haben großen Zuspruch bei unserem Verein auf der Simonhöhe – ich möchte den Kindern und Jugendlichen auch eine Aussicht auf Olympia bieten können. Außerdem war ich jahrelang als Athletensprecher für alle da. Ich möchte nicht, dass der Sport unter mir aus dem olympischen Programm fällt.“ Eine endgültige Entscheidung soll um den 7. Juli fallen. 

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