Der ChatGPT-Entwickler OpenAI erwägt offenbar, seinen geplanten Börsengang auf das kommende Jahr zu verschieben. Ursprünglich hatte das Unternehmen ein Debüt auf dem Parkett für das dritte oder vierte Quartal dieses Jahres ins Auge gefasst.
Angesichts der jüngsten Marktturbulenzen und der Kursverluste von Technologieaktien hätten Berater in der vergangenen Woche jedoch vor einer geringen Nachfrage von Kleinanlegern gewarnt, berichtete die „New York Times“ am Donnerstag unter Berufung auf drei mit den Überlegungen vertraute Personen.
Die Berater hätten die Führungsebene vor die Wahl gestellt, mit dem Börsengang bis 2027 zu warten, um die von OpenAI-Chef Sam Altman geforderte Bewertung von einer Billion Dollar zu erreichen, oder die Zielmarke für ein schnelleres Debüt zu senken. Ein Abrücken von dieser Summe komme für Altman jedoch nicht infrage, sagte einer der Insider.
Investoren hinterfragten zunehmend, ob Firmen aus dem Bereich der Künstlichen Intelligenz ihre großen Versprechen einlösen könnten, hieß es weiter.
SpaceX als abschreckendes Beispiel
Als abschreckendes Beispiel gelte zudem die Entwicklung bei SpaceX: Das Raumfahrtunternehmen von Tesla-Chef Elon Musk hatte jüngst zwar den bisher größten Gang an die Börse der Geschichte absolviert. Die Aktie rutschte nach einem Höchststand von 202 Dollar jedoch bis Donnerstag auf 153 Dollar ab.
Ein Sprecher von OpenAI lehnte der Zeitung zufolge eine Stellungnahme zu den etwaigen Verzögerungen ab.
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